Tierlexikon: Zebramanguste

Zebramanguste im Tierpark Hellabrunn - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Zebramanguste im Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Cynictis penicillata
Verbreitung kontinental:
Afrika
Verbreitung regional:
Senegal, Gambia, Mali, Guinea, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Tschad, Zentralafrika, Sudan, Südsudan, Eritrea, Dschibuti, Äthiopien, Somalia, Kenia, Uganda, Demokratische Republik Kongo, Kongo, Gabun, Ruanda, Burundi, Tansania, Angola, Sambia, Mosambik, Malawi, Namibia, Botswana, Simbabwe, Swasiland und Südafrika
Lebensraum:
Savannen
Gattung:
Mungos
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Zebramangusten leben in Gruppen von bis zu 20 Tieren, die von den erfahrensten Weibchen geführt werden. Als Bau werden verlassene Tierhöhlen, Erdlöcher oder sogar aufgegebene Termitenhügel genutzt.
Oft leben Zebramangusten sie mit Erdmännchen zusammen. Die Tiere leben in einem komplexen Sozialsystem, da sie sehr gesellig sind und sich jedes Gruppenmitglied an der Jungtierbetreuung beteiligt. Der soziale Zusammenhalt wird durch gegenseitiges Einreiben mit Urin und gegenseitiger Fellpflege, ähnlich wie bei den Affen, gestärkt. Wenn die Tiere auf Nahrungssuche gehen, stellen sie ebenso wie andere Mangustenarten Wächter auf, die ihre Familienmitglieder per Pfiff vor Gefahr warnen. Wird eine Gefahr gemeldet, flüchten die Tiere in das nächste verfügbare Versteck.
Die Geburten einer Saison werden oft synchronisiert, in dem alle Weibchen einer Gruppe beinahe gleichzeitig gedeckt werden. Nach der Geburt blieben der Nachwuchs dann etwa eine Woche im Bau und kann von allen Müttern gesäugt werden. Die Sterblichkeitsrate bei den Jungtieren ist sehr hoch, nicht einmal jedes zweite überlebt die ersten drei Monate.
Ihren Namen haben sie wegen der Streifen auf dem Rücken die an ein Zebra erinnern. Wenn die Tiere auf Nahrungssuche gehen, stellen sie ebenso wie andere Mangustenarten Wächter auf, die ihre Familienmitglieder per Pfiff vor Gefahr warnen.

Das große Fressen

Zebramangusten sind Fleischfresser. Obwohl sie Insekten bevorzugen, verschmähen sie auch Vogeleier oder kleinere Wirbeltiere nicht. Auf Nahrungssuche geht immer das ganze Rudel und schnüffelt dabei im Zick-Zack-Kurs das Gelände ab, sogar Elefantenkot wird nach Insekten durchwühlt. Findet sie einen Regenwürmern, zeigt die Zebramanguste oft eine possierliche Eigenart, lebt das Beutetier noch, wird es mit beiden Vorderläufen im Sand gerollt und immer wieder beschnüffelt, ehe es getötet und verspeist wird. Man glaubt, dass sie das tut um den Abwehrschleim des Regenwurms zu entfernen. Wenn sie an das Innerer eines Vogeleis kommen möchte, hält die Zebramanguste das Ei mit den Vorderbeinen und schleudert es dann mit den Hinterbeinen gegen einen großen Stein oder einen anderen harten Gegenstand.