14.000 Besucher bei den „Dschungelnächten“ im Zoo Osnabrück

Foto: Zoo Osnabrück / Hermann Pentermann

Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend grassierte im Zoo Osnabrück das Dschungelfieber: Die Dschungelnächte 2012“ führten mit afrikanischer Musik, lateinamerikanischem Samba, asiatischen Stelzenläufern und einer Clownsshow einmal rund um den Globus.

Osnabrück, 20.08.2012. Nach den hohen Temperaturen tagsüber genossen viele Besucher die lauen Nächte im Zoo mit Musik und Tanz. Los ging es bereits am Nachmittag: Besucher konnten bei den Löwen, den Elefanten, im Aquarium und im Unterirdischen Zoo hinter die Kulissen des Zoos blicken. Abends
berichteten die Zoopädagogen bei Fackelschein über Wölfe, Löwen oder Bären. Die sonst dunkle Waldkulisse war in blaues, grünes oder gelbes Licht getaucht und ermöglichte Blicke auf das Nachtleben der Tiere. Allerdings nicht bei allen Tieren – denn manche Zoobewohner haben einen sehr festen Schlaf-Wach-Rhythmus, der nicht gestört werden darf.

Im Zentrum des Zoos, auf der großen Bühne am Affentempel „Angkor Wat“ traten bis spät in die Nacht Musiker, Tänzer und Komiker auf: „Die Bahia Dance Group begeisterte mit lateinamerikanischen Rhythmen und Hüftschwüngen während Kunta Kinteh und Ramadia mit afrikanischen Trommelschlägen die Besucher zum Mittanzen animierten. Besonders schön war, dass die Künstler immer wieder das Publikum einbezogen und Kinder wie Erwachsene mit ihnen auf der Bühne tanzten“, berichtete die verantwortliche Veranstaltungskauffrau Diana Hoge.

Mitmachen hieß es auch auf der Wiese am Aquarium: Hier konnten Kinder gemeinsam mit afrikanischen Künstlern Trommeln lernen, afrikanische Spiele und Tänze ausprobieren oder sich in Akrobatik ausprobieren. Monika Cwielong, deren Kinder an einem Workshop teilnahmen: „Ich freue mich darüber, dass
hier die Begegnung zwischen Menschen der verschiedenen Kulturen möglich ist und meine Kinder auch spielerisch etwas lernen.“

Diana Hoge erläuterte das Konzept der Dschungelnächte: „Unser Zoo ist ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters und jeder gesellschaftlichen Schicht. Unser Zoo ist so bunt und vielfältig wie die Tierwelt, die wir unseren Besuchern präsentieren können. Während der Dschungelnächte laden wir alle herzlich ein, diese Vielfalt selbst zu erleben und miteinander zu feiern.“

Samba Camara, geboren im Senegal und seit 1993 in Deutschland, ist einer der Kunsthandwerkhändler des afrikanischen Kunstmarktes im Rahmen der Dschungelnächte. „Ich bin gerne der Einladung zu den Dschungelnächten gefolgt: Den Veranstaltern glaube ich, dass es ihnen darum geht, Menschen
und Kulturen zusammenzubringen. Außerdem will ich die Gelegenheit nutzen, nicht nur für die Menschen im Senegal, sondern in ganz Afrika zu sagen: Der Schutz für Menschen ist der beste Schutz für Tiere. Die Menschen in Afrika wollen nicht die Tiere vertreiben, sondern kämpfen ums bloße Überleben.“

Laut Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann waren die Dschungelnächte 2012 ein voller Erfolg: „Trotz der heißen Temperaturen, die tagsüber viele ins Schwimmbad trieben, kamen 14.000 Besucher zu den Dschungelnächten. Abends blieb es dann angenehm warm, sodass man schön durch den Zoo schlendern und
das besondere Programm genießen konnte. Unser Veranstaltungskonzept sieht vor, dass die Dschungelnächte alle zwei Jahre stattfinden – abwechselnd mit dem Mittelalterfest.“

Abschluss und Höhepunkt der Dschungelnächte war die Feuershow der Künstlergruppe „Endless on fire“. Vor dem Zoohaupteingang stoben die Funken durch die Dunkelheit und die Feuerwolken erhellten ein letztes Mal die Nacht, bevor die Besucher die Heimreise aus dem Dschungel antraten.

Quelle: PM Zoo Osnabrück