51-Jährige war zum 12. Mal im Zoo Duisburg als Tierpflegerin für 1/2 Tag im Einsatz

Kerstin Fischer – Foto: Zoo Duisburg

„Als Tiermensch geboren“
51-Jährige war zum 12. Mal im Zoo Duisburg als Tierpflegerin für 1/2 Tag im Einsatz

„Ein Leben ohne Tiere kann ich mir nicht vorstellen. Ich glaube, ich bin als Tiermensch geboren worden“, scherzt Kerstin Fischer. Die 51-Jährige sucht jede Möglichkeit, um Tieren nahe zu sein. Einen idealen Ort, Tieren regelmäßig begegnen zu können, hat die 51-Jährige mit dem Zoo Duisburg gefunden. Bereits zum 12. Mal erlebte sie jetzt hautnah als „Tierpflegerin für einen halben Tag“ den Umgang mit den Tieren am Kaiserberg. Das Außergewöhnliche ist nicht nur die Häufigkeit, mit der sie das Angebot des Zoos wahrgenommen hat, sondern auch der Aufwand, den die Psycho-Therapeutin betreibt. Sie reist gemeinsam mit ihrem Mann aus der Pfalz an den Rhein.
„Es kommt mir auf Begegnungen an, ich möchte bei der Betreuung helfen, das soziale Verhalten der Tiere beobachten“, nennt Kerstin Fischer ihre Gründe für ihre regelmäßigen Besuche. „Schon als Kind habe ich mich um Tiere gekümmert. Im Zoo kann ich von den Pflegern eine ganze Menge erfahren über das Verhalten ihrer Schützlinge in der Gruppe, über die Eigenarten.“ So würden Affen oder Elefanten mit Menschen regelrecht verhandeln und testen, was man als Pfleger zulasse und was nicht. Sie sieht im Verhältnis zwischen Mensch und Tier eine Parallele zu ihrem Beruf. „Ich muss zuhören können und einfühlsam sein.“ Eigenschaften, die auch im Umgang mit Tieren bedeutend seien. Sie ist überzeugt, dass ausgeglichene und zufriedene Menschen auch freundlich zu Tieren sind.
Im Revier stellt sie die Futterrationen zusammen, säubert das Gehege, spricht mit den Tieren. Sie hat großen Respekt vor der Arbeit der Pfleger, beneidet sie um ihren Job, ständigen Kontakt zu den Tieren aufbauen zu können. „Man merkt immer wieder, wie vertrauensvoll das Verhältnis der Pflegerinnen und Pfleger zu den Tieren ist, wie liebevoll die Ansprache ist. Eines steht für die 51-Jährige fest: Der nächste Termin im kommenden Jahr ist schon vorgemerkt. Dreimal war sie schon bei den Elefanten und im Affenhaus. Sie möchte wieder zu ihnen. „Denn die Neugierde“, glaubt die Tierfreundin, „ist auf beiden Seiten sicher gleich groß.“

Quelle: PM Zoo Duisburg