Affenberg Salem: Berberaffen-Ur-Uroma bekommt erneut ein Baby

Foto: Affenberg Salem

Das Team des Affenbergs Salem beim Bodensee staunt selbst über mehrere Besonderheiten beim Berberaffen-Nachwuchs in diesem Jahr: Diesmal zog sich die Geburt der zehn Affenbabys vom 27. April bis zum 7. Juli hin. Während das Kleinste noch permanent bei der Mutter ist, unternehmen die Ältesten schon erste, meist drollige Kletterversuche. Und: Nicht nur bekannte Stars wie Gianna Nannini bekommen noch mit deutlich über 50 ein Baby – auch die Berberaffenweibchen des Affenbergs Salem warten mit Außergewöhnlichem auf: Bei der zweitgrößten Gruppe hat deren alte „Chefin“ mit 21 Jahren ein Baby bekommen, was schon ungewöhnlich ist. Sie wird jedoch getoppt von Farah aus der größten Gruppe – mit 24 Jahren bekam die Berberaffen-Ur-Uroma am 7. Juli nochmals ein süßes, gesundes Baby. Dies ist eine kleine Sensation, da die Gebärfähigkeit der Berberaffen-Weibchen in der Regel bei 19 bis 20 Jahren endet. Ihr Maximalalter liegt bei etwa 30 Jahren, was einem Menschenalter von über 100 Jahren entspricht.

„Wir schreiben diese außerordentliche Mutterschaft den guten Bedingungen der Berberaffen zu, die im fast 20 Hektar großen Waldgehege ja keine Raubfeinde haben und über das vielseitige Futter optimal versorgt sind. Die Parkbetreuer kennen Farah und ihren Sprössling gut und informieren die Besucher über diese besondere Familienkonstellation“, so der Parkleiter und Biologe Dr. Roland Hilgartner. Bei solch idealen Voraussetzungen für die Berberaffen ist es kein Wunder, dass ein Weibchen des wissenschaftlich geführten Affenbergs sogar das hohe Alter von 31 Jahren erreichte.

Die kleinen und großen Besucher freuen sich indes über den zahlreichen Nachwuchs. Auf dem Rundweg durch das weitläufige Freigehege kann man gut beobachten, wie die jüngsten Affenbabys ans Fell geklammert bei ihren Müttern saugen, während die älteren schon sehr neugierig und verspielt sind. Unter den wachsamen Augen der erwachsenen Tiere erkunden sie noch tapsig ihre Umgebung oder klettern auch mal alleine auf einen Busch oder niederen Ast. War eines zu mutig und schreit, weil es sich nicht mehr herunter traut, so ist sofort ein anderes Tier zur Stelle, um es aus seiner misslichen Lage zu befreien. Dies wird von den anderen Berberaffen mit ganz besonderen, wohl erleichterten Lauten kommentiert. Und natürlich lassen sich auch die ersten Babys schon auf dem Rücken der starken Berberaffenmännchen spazieren tragen. Ihre älteren Geschwister nehmen derweil gerne das gratis ausgeteilte Popcorn aus der Hand der Besucher und flitzen dann wieder durch die Bäume.

Die jungen Adebare in den 25 Horsten am Storchenweiher und auf den Dächern der großen Gutsanlage sind inzwischen flügge. Sie üben eifrig für den großen Vogelzug nach Süden im August. Das Nutzen der Thermik beherrschen sie prima, nur mit den Starts und Landungen hapert es manches Mal. Auch hier bieten sich den Besuchern faszinierende Motive. Immer wieder ist der Himmel über der großen Parkanlage voller Störche – wenn das nicht Glück bringt! Mittels QR-Code an der Storchenwiese erfährt man auch außerhalb der Fütterungszeiten (11 und 16.15 Uhr) Interessantes über das Familienleben der Adebare und der weiteren tierischen Parkbewohner. Hierzu gehört auch das Damwild, wo es im Juni Nachwuchs gab. Täglich um 16.15 Uhr kann man die Bambi-gefleckten Waldbewohner selbst füttern.

Quelle: PM Affenberg Salem