Affenberg Salem meldet hohe Ausfälle bei Jungstörchen

Foto: Affenberg Salem

In ganz Baden-Württemberg haben die Freunde der beliebten Weißstörche hohe Aus-fälle beim Nachwuchs zu verzeichnen. Die ungewöhnlichen Wetterkapriolen waren eine außergewöhnliche Belastung, besonders schwierig wurde es, wenn die Stor-cheneltern nicht genügend Nahrung für die Jungstörche fanden. Bei einem voll be-setzten Horst muss ein Storchenpaar täglich vier bis fünf Kilo Futter heranschaffen.
Zumindest hierin konnte das Storchenteam des Affenbergs Salem die stark geforder-ten Altstörche durch tägliches Futterangebot unterstützen. Auch hatten mehrere Stor-chenpaare erst spät mit der Brut begonnen und konnten so beim neuerlichen Kälte- und Nässeeinbruch die Jungvögel hudern, das heißt, sich wärmend und schützend über sie setzen.

So machten Die Affenberg-Mitarbeiter sich nach Abstimmung mit den Strombetreibern SWÜ und ENBW in der ersten Juniwoche daran, mittels eines speziell angemieteten Hubwagens verendete Jungstörche aus den Horsten auf Strommästen und an anderen Stellen zu holen – „eine traurige Arbeit.“ In manchen Horsten der umliegenden Ortschaften gab es Totalausfäl-le, andernorts wie auch in Horsten des Tierparks freute man sich über alle durchgebrachten Tiere. Wo ältere Jungstörche stark genug waren, um diesen klimatischen Widrigkeiten Stand zu halten, wurden diese gleich beringt.

Da die Jungstörche am Affenberg in diesem Jahr mit einem sehr großen zeitlichen Abstand schlüpften, können die Besucher auch in nächster Zeit noch die eine oder andere Berin-gungsaktion miterleben. Mit geübten Griffen bringen die Affenberg-Mitarbeiter die Erken-nungsringe an, säubern bei dieser Gelegenheit auch die Schnäbel der Jungtiere und schau-en, ob der Horst ansonsten in Ordnung ist. Das Ganze geht zügig vonstatten, damit die be-sorgten Eltern rasch wieder zurückkehren und sich um ihren Nachwuchs kümmern können. Bei den Fütterungen an der Storchenwiese oder an den neuen Infotafeln im Eingangsbereich erfahren die Besucher mehr zum Familienleben der Adebare, ihrem Vogelzug und der inter-nationalen Zusammenarbeit der Vogelschützer.

Den süßen Affenbabys im großen Freigehege der Berberaffen dagegen geht es gut – einige Nachzügler kommen in Kürze zur Welt. Die Babys hatten es bei ihren Müttern und Verwand-ten kuschelig warm und wagen sich nun schon an erste Erkundungen ihrer Umgebung. Bei diesen tapsigen Versuchen gibt es immer wieder heitere Szenen, die sich vom Weg und an den großen Plätzen im Park gut beobachten lassen. Auch das muntere Treiben, Fangspiel und akrobatische Baumsprünge ihrer älteren Geschwister wecken immer wieder die Auf-merksamkeit der kleinen und großen Besucher. Ein spannendes Erlebnis, das durch stündli-che Informationen der Betreuer und interaktive Module zur Lebensweise der cleveren Tiere ergänzt wird. Ohne trennende Zäune spaziert man quasi als Gast durch ihr Heimgebiet. Nach einer guten Einweisung und mit zusätzlichen Tipps der Betreuer im Park nehmen die faszinierenden Tiere gerne das angebotene Popcorn direkt aus der Hand der Besucher.

Beim Damwild kommen bis Ende Juni die hübschen Bambis zur Welt. Sie halten sich zu-nächst im Hintergrund, wenn ihre Mütter sich täglich um 16.15 Uhr von den Besuchern füt-tern und streicheln lassen. Auch der Leithirsch hält sich ‚vornehm‘ zurück. Wenn man wäh-rend den Erläuterungen einen Teil seines Geweihs vom Vorjahr in die Hand bekommt, staunt so mancher über dessen Gewicht.

Quelle: PM Affenberg Salem