Affenberg Salem: Störche brüten wieder

Foto: Affenberg Salem

Wer am Affenberg Salem beim Bodensee ankommt, dem fallen sofort die zahlreichen Horste mit den brütenden Störchen auf. 25 Brutpaare wechseln sich hier jeweils mit lautem Geklapper beim Brüten ab. In der näheren Umgebung werden nochmals so viele Horste betreut. „Vermutlich um den 25. April werden die ersten Jungstörche schlüpfen“, weiß Parkleiter Dr. Roland Hilgartner. Sobald der erste Storchennachwuchs da ist, erhalten die Besucher über eine installierte Videokamera sogar direkten Einblick in das Familienleben eines Storchenpaares, das nahe des Eingangsbereiches brütet. Der Affenberg Salem nutzt zudem neueste Trends. An der Storchenwiese sind „QR-Codes“ angebracht, über die man täglich aktualisierte Informationen zu den Störchen und zum Affenberg direkt auf das Smartphone bekommt. Spannend wird es auch, wenn Ende April/Anfang Mai die ersten Berberaffenbabys kommen.

Die schwarzweißen Kästchen, „QR-Codes“ genannt, findet man inzwischen auch in Zeitungen, auf Anzeigen oder Plakaten. In den Codes ist ein Link versteckt, den man über einen kostenlosen App mit dem Smartphone einscannen kann. „So erfahren die Besucher auch außerhalb der täglichen Fütterungszeiten aktuelle Neuigkeiten über die Störche am Affenberg, ihr Brutgeschäft, die ersten geschlüpften Jungstörche und vieles mehr. Natürlich gelangt man hierüber auch auf die Website des Affenbergs mit weiteren spannenden Informationen“, betont Dr. Hilgartner. Täglich um 14 Uhr (ab 29. April jeweils um 11 und 16.45 Uhr) kann man live erleben, wie die schönen „Segelflieger“ knapp über den Köpfen heranfliegen. Mit dieser Zufütterung unterstützt man die Störche bei der Aufzucht ihrer Jungen. Neben Renaturierungsmaßnahmen ist die Zufütterung eine wichtige Maßnahme um den Storchenbestand zu stützen . Die Altvögel bekommen an der Storchenwiese nun kleine Fische, die von dem gerade geschlüpften Nachwuchs gut aufgenommen werden können. Das wissen natürlich auch die Störche der nahen Umgebung, so dass zur Fütterungszeit ein reger „Flugverkehr“ herrscht. Während der Storchenfütterung erfährt der Besucher auch viel Spannendes über den sympathischen Großvogel. „Demnächst installieren wir zusätzlich im Eingangsbereich des Parks eine Infostation über die Weißstörche, auf der unter anderem die Gefahren und die Schutzmaßnahmen für die beliebten Frühlingsboten dargestellt sind.“

Den Frühling genießen auch die drolligen Jährlinge der rund 200 Berberaffen beim ausgiebigen Spielen im großen Waldgehege. Für die kleinen und großen Besucher ist es ein Highlight, wenn mehrere dieser quirligen und gewitzten Jungaffen Neues ausprobieren, miteinander herumtollen oder sich fangen. Bald schon können sich die Besucher auf die fünf bis zehn Affenbabys freuen, die in den nächsten Wochen das Licht der Welt erblicken werden. Während die älteren Tiere gerne das gratis ausgeteilte Popcorn aus den Händen der Besucher nehmen, ernähren sich die Babys in den ersten Monaten ausschließlich von Muttermilch, sind aber trotzdem oft in der Nähe des Besucherweges zu entdecken.

Auch hier berichten versierte Parkbetreuer, ergänzend zu den interaktiven Klapp- und Informationstafeln, viel Wissenswertes und so manch Amüsantes zu den Berberaffen. Da jedes Tier seinen eigenen Charakter hat, erhielten manche Affen neben der für den wissenschaftlich geführten Park notierten Erkennungsnummer auch einen typischen Namen. Im Damwildgehege hinter dem reich bevölkerten Weiher kennen viele den Leithirsch Emil. Hier kann man täglich um 16.15 Uhr Interessantes über die schönen Waldbewohner erfahren und die Tiere aus der Hand füttern.

Der Affenberg ist täglich von 9 – 18 Uhr geöffnet (letzter Einlass jeweils ½ Stunde vor Schließung). Motorisierte Gäste nutzen den großen, gebührenfreien Parkplatz. Ab dem 28. April verbindet ein Erlebnisbus den Affenberg stündlich mit den Pfahlbauten in Unteruhldingen, dem Schloss Salem und den dazu gehörenden Bahnhöfen.
Quelle: PM Affenberg Salem