Aktion „Zootier des Jahres“ konnte bereits € 60.000 zur Bekämpfung der Wilderei bedrohter Leoparden einwerben

Zoonews NewsDie im April 2016 im deutschsprachigen Raum erstmalig ins Leben gerufene Aktion «Zootier des Jahres» zum Schutz des bedrohten Leoparden ist schon jetzt ein Erfolg. Mit der Initiierung dieser Kampagne helfen die „Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V.“ (ZGAP), die „Deutsche Tierparkgesellschaft e.V.“ (DTG) und die „Gemeinschaft Deutscher Zooförderer e.V.“ (GDZ) stark gefährdeten Unterarten dieser Großkatze. Stolze 60.000 EUR konnten bisher gesammelt werden, die bis jetzt zwei Schutzprojekten in Sri Lanka und im Iran zum Erhalt der seltenen Leoparden zugutekommen.

Neben der ZGAP, der DTG und der GDZ, die gemeinsam einen Betrag von rund 20.000 EUR gespendet haben, beteiligt sich z.B. auch der Zoo Landau in der Pfalz von Beginn an als Platin-Förderer der Kampagne. „Drei attraktive Schautafeln informieren unsere Besucher zum Zootier des Jahres und über den sogenannten Umweltcent, über den wir die Kampagne unterstützen können. So trägt letztlich auch jeder Besucher zur Förderung dieser tollen Aktionen für den Schutz der Leoparden bei!“, sagt Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel.

Und die Hilfe kommt an: In Sri Lanka konnten ab Mitte August Kamerafallen aufgestellt werden. Die Auswertungen der Ergebnisse werden zukünftig zu gezielten Schutzmaßnahmen für Leoparden im zentralen Hochland Sri Lankas beitragen. Auch Kotproben werden für DNA-Analysen gesammelt und untersucht, um ein genaueres Bild über die Verbreitung der Art im verbliebenen Lebensraum zu erstellen. Die Spendengelder haben die Anschaffung eines Projektfahrzeuges und kostenintensiver Technik für die Auswertung der Proben ermöglicht. Wie wichtig die Arbeit des Sri Lanka-Leopard Projekts ist, zeigen die neuesten Zahlen aus der ersten Jahreshälfte 2016. Das Team um den Projektleiter Andrew M. Kittle musste einige Rückschläge beim Schutz der seltenen Leoparden hinnehmen: In der ersten Jahreshälfte sind sieben Leoparden Drahtschlingen zum Opfer gefallen, die ursprünglich zum Fang von Hirschen und Wildschweinen gestellt worden waren. Zwei weitere Tiere sind durch ausgelegte Giftköder verendet. Um diesen Gefährdungen nun gezielter zu begegnen, arbeitet das Projektteam eng mit der ortsansässigen Bevölkerung und den Behörden zusammen. Dazu konnte ein Handbuch sowohl in singhalesischer als auch englischer Sprache entwickelt werden, das über die Lebensweise und den Umgang mit Leoparden aufklärt.

„Um diese positive Entwicklung weiterzuführen zu können und die wichtige Arbeit der Teams vor Ort zum Schutz der seltenen Leoparden zusätzlich zu unterstützen, läuft die Einwerbung von Spenden noch bis Anfang des kommenden Jahres“, sagt Heckel.

Quelle: PM Zoo Landau