Allwetterzoo Münster: Erstmalig ein Küken bei den Hellroten Aras geschlüpft

Links das Küken, rechts die Mutter - Foto: Allwetterzoo Münster

Links das Küken, rechts die Mutter – Foto: Allwetterzoo Münster

Erstmalig ist im Allwetterzoo Münster ein Küken bei den Hellroten Aras geschlüpft!
Lange Zeit versorgen die Eltern-Vögel ihren Nachwuchs im Nest hinter den Zookulissen. Mittlerweile ist er für die Zoobesucher gut zu sehen. Erkennbar ist er an den großen, kindlichen Augen…

In der Papageien-WG vor dem Tropenhaus im Allwetterzoo krächzen Hellrote Aras und orange-gelbe Sonnensittiche munter um die Wette. Bei beiden Arten klappt es auch mit Nachwuchs und es schlüpft ein Küken nach dem anderen: Sechs Sonnensittiche sind in diesem Sommer ausgeflogen und nun ist auch das Ara-Küken für die Zoobesucher zu sehen! Bereits Ende Juni ist der Ara im Nest hinter den Zookulissen geschlüpft. Über drei Monate haben die Eltern-Vögel ihn dort versorgt. Nun ist er ausgeflogen und für Besucher hautnah zu erleben, denn die Papageien-Voliere vor dem Tropenhaus ist begehbar! Unterscheiden kann man den Nachwuchs an den noch großen, kindlichen Augen…

„Es ist das erste Küken bei unseren Hellroten Aras“, freut sich Zookurator Dr. Dirk Wewers. „Bis letztes Jahr lebten bei uns unterschiedliche Ara-Arten zusammen. Wir haben uns entschie­den, die Aras mit den Sonnensittichen zu vergesellschaften und nur noch ein Zuchtpaar der Hellroten Aras zu behalten. Und siehe da, es hat funktioniert. Beide Papageien-Arten leben wunderbar zusammen und haben in diesem Jahr erstmalig Nachwuchs bekommen. Das ist immer ein Zeichen dafür, dass es den Tieren gut geht…“

Aras stammen aus Mittel- und Südamerika
In den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas leben die prachtvollsten und größten Papageien der Welt, die Aras.

Bis heute wurden bereits acht Ara-Arten ausgerottet – im Allwetterzoo Münster leben Hellrote Aras. Aras sind stark bedroht, vor allem aufgrund der fortschreitenden Zerstörung ihres Lebensraumes durch die Abholzung der tropischen Regenwälder. Und auch der Tierhandel trägt zur Gefährdung der Bestände bei. Die meist in Paaren durch den Regenwald streifenden Aras ernähren sich von Pflanzen, wobei sie mit ihrem mächtigen Schnabel sogar sehr dickschalige Nüsse aufbrechen können. Auch beim Klettern benutzen sie ihn sehr geschickt.

Quelle: PM Allwetterzoo Münster