Allwetterzoo Münster: Wildpferd-Fohlen geboren

Foto: Allwetterzoo Münster

Am Ostermontag (9. April) freuten sich Tierpfleger und Besucher im Allwetterzoo Münster gleichermaßen: Sandy, eine Stute der Dülmener Ponys im Kinder- und Pferdepark, war über Nacht Mutter geworden! Souverän hat sie die Geburt allein gemeistert – es war schon ihre zweite. So wie für ihr erstes Fohlen, die inzwischen knapp dreijährige Freya, wurde Sandy wieder in Dülmen gedeckt. Im Allwetterzoo werden nur Stuten gehalten, deshalb war Sandy vor gut elf Monaten auf das Gestüt des Herzogs Rudolf von Croy in Dülmen gebracht worden. Einer der dort lebenden Zuchthengste ist nun Vater geworden.
Das hübsche Stutfohlen, von den Pflegern auf den Namen „Alba“ getauft, hat ein karamellfarbenes Fell, eine sternförmige Blesse und den für Dülmener Ponys typischen Aalstrich. Es ist recht kräftig und temperamentvoll und scheint sich gut zu entwickeln: Immer wieder vollführt Alba regelrechte Bocksprünge oder rennt um ihre Mutter herum. Am Heu knabberte das Fohlen schon einen Tag nach der Geburt. Dennoch bleibt die Muttermilch vorerst die Hauptnahrung und man sieht das Fohlen entsprechend oft an der „Milchbar“ der Mutter.
Alba wird von Sandy fürsorglich betreut und vor den Mitbewohnern geschützt, einer bunt gemischten Herde aus Dülmener Ponys, Islandpferden, Mongolenponys und den zottigen Poitou-Rieseneseln. In den Tagen nach der Geburt allerdings wurde die Pferdeanlage geteilt, so dass Alba und ihre Mutter nur mit den friedlichen Riesenesel zusammen leben. Die manchmal etwas ruppigen Mongolenponys sowie die restlichen Pferde leben im Waldbereich der Anlage.
Sandy, die Mutter von Alba, ist vermutlich 15 Jahre alt. Sie war ein Geschenk des Erbprinzen zur Eröffnung des „Kinder- und Pferdeparks“ im Frühjahr 2005. Die Dülmener „Wildpferde“, die halbwild in einer großen Herde im Merfelder Bruch bei Dülmen leben, sind keine echten Wildpferde. Deshalb werden sie im Zoo auch im Gegensatz zu den ebenfalls hier gehaltenen Urwildpferden als „Ponys“ bezeichnet. Ihr Ursprung ist auf verwilderte Hauspferde zurückzuführen, was sich auch in ihrem Verhalten zeigt: Sie sind nicht aggressiv und können sehr zutraulich werden.

Quelle: Allwetterzoo Münster