Alpaka-Nachwuchs in der Wilhelma zu bestaunen

Foto: Wilhelma

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Alpakas sind bekannt und beliebt wegen ihrer hochwertigen Wolle. Bei der diesjährigen Hitzewelle sind die Neuweltkamele der Stuttgarter Wilhelma sicher froh, dass sie ihr wärmendes Fell bereits im Mai bei der Schur losgeworden sind. Zum einen müssen sie seither jeweils rund fünf Kilo Gewicht weniger herumtragen und zum anderen sind ihre Haare, die innen hohl sind, ein hochwirksamer Dämmstoff. Gänzlich ungeschoren davon gekommen ist dagegen der jüngste Nachwuchs. Bei ihm sprießt das Haarkleid erst. Vor einem Monat, am 24. Juni 2015, hat die Stute Daphne ein Fohlen geboren. Fast ein Jahr war es „unterwegs“: Elf Monate und elf Tage dauert die Trächtigkeit bei Alpakas – so die Faustregel der Tierpfleger.

Mit 8,5 Kilo ist der kleine Junge auf die Welt gekommen. Um die Hälfte hat Gizmo – so soll er heißen – schon zugelegt. Nach vier Wochen bringt er es auf 13 Kilo. Zwar säugt ihn seine Mutter vier bis acht Monate lang. Doch nach wenigen Tagen hat das Fohlen bereits angefangen, auch am Gras zu knabbern. Dabei kann man ihn in der Herde aus 15 Stuten auf der Südamerikaanlage des Zoologisch-Botanischen Gartens jetzt gut beobachten. Die Alpakas teilen sich das große Gehege mit anderen „Latinos“ wie Nandus, den markanten Laufvögeln der argentinischen Pampa, sowie den Maras. Diese Verwandten der Meerschweinchen werden 60 bis 80 Zentimeter groß.

Für die Alpakas ist die Wilhelma quasi ein reiner Stutengarten. Wechselnde Zuchthengste, die jeweils für einige Wochen in die Wilhelma kommen, sichern die Vielfalt in der Herde am besten. Das zeigt sich auch an der großen Farbvielfalt von schwarz, weiß, grau und gescheckt sowie beige bis zu dunkelbraun. Die höckerlosen Tiere zählen wie die Lamas zu den domestizierten Kleinkamelen Südamerikas. Die Inkas haben sie schon vor 5000 Jahren gehalten. Alpakas sind allerdings zu klein, um Lasten zu tragen. Sie sind die Nachfahren der wilden Art der Vikunjas. Wegen ihres gutmütigen Charakters dienen sie heute bisweilen auch der Verhaltenstherapie.

Quelle: PM Wilhelma