Artenreiche Südamerika-WG: Ameisenbärin „Colada“ wird neuestes Mitglied

Ameisenbärin "Colada" – Foto: Wilhelma

Von Andenkamel bis Ameisenbär
Besonders artenreich präsentiert sich derzeit die tierische Wohngemeinschaft auf der großen Südamerika-Anlage oberhalb der Bärengehege. Hier leben in der Regel Alpakas, Nandus und Maras zusammen. Derzeit sind jedoch als zweite Kleinkamelart die Vikunjas vorübergehend eingezogen, die sonst ein eigenes Gehege bewohnen. Und sogar einen der eher zurückgezogen lebenden Ameisenbären bekommt man jetzt hin und wieder zu Gesicht – nämlich eine neue junge Ameisenbärin namens „Colada“.
Seit Juni dieses Jahres verstärkt sie die Südamerika-WG der Wilhelma – die erst einjährige Ameisenbärin Colada aus dem Zoo Duisburg. Ihre Wurzeln liegen jedoch in Stuttgart: Denn hier ist ihre Mutter geboren, lebt aber seit Ende 2011 als Zuchtleihgabe der Wilhelma im Ruhrpott und ihr Name „Pina“ lieferte den dortigen Tierpflegern die Steilvorlage, die im Juni 2012 geborene Tochter „Colada“ zu taufen. In der Wilhelma ist zudem nach wie vor Coladas Großmutter, die 14-jährige Daniela, zu Hause. Und weil die Enkelin noch jung ist und bislang nicht ganz so viel Wert auf Ruhe und feste Schlafenszeiten zu legen scheint wie ihre übrige, eher nachtaktive Verwandtschaft, können nun auch die Wilhelma-Besucher mit etwas Glück mitunter einen Ameisenbär durchs Gehege streifen sehen.
Dieses Gehege teilen die beiden außergewöhnlich gebauten Südamerikanerinnen mit den langen Schnauzen und buschigen Schwänzen mit jeder Menge Mitbewohner. Zum Beispiel mit 16 Alpakas, einer domestizierten Art, sowie vier Vikunjas als einer Wildform der Neuweltkamele. Außerdem hoppeln aktuell drei Maras – große, auch Pampashasen genannte Nagetiere – durchs Gras, das obendrein zwei Nandus als südamerikanische Vertreter der Laufvögel durchschreiten. Zeitweilig sind hier überdies die Halsbandpekaris los, eine kleine, aber sehr umtriebige Nabelschweinart. Zu umtriebig für die schon älteren Nandus und die ruhebedürftigen Ameisenbären, weshalb diese auch nicht gleichzeitig mit den Pekaris auf die große Anlage
gelassen werden. Ansonsten sind ähnliche Gemeinschaftshaltungen wie die Südamerika-WG der Wilhelma aber in vielen Zoos verbreitet und haben sich bewährt. Denn obwohl es in tierischen wie in menschlichen WGs auch mal „Knatsch“ geben kann, bedeutet die Art der Haltung immer auch Unterhaltung für die Bewohner – von den Zoologen „Behavioural Enrichment“ genannt. Und zur „Verhaltensbereicherung“ der Tiere ebenso wie zur Unterhaltung der Besucher tragen sicher auch die erfrischenden Duschen aus dem Wasserschlauch der Tierpfleger bei, welche vor allem die Alpakas und Vikunjas jetzt, während der heißen Sommertage, sichtlich genießen.

Quelle: PM Wilhelma

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