Baby-Boom bei den Affen in der Wilhelma

Foto: Wilhelma/Vollmer

Foto: Wilhelma/Vollmer

Von einem Baby-Boom zu sprechen, ist in diesem Fall wirklich nicht schwierig: In der Stuttgarter Wilhelma gibt es gleich bei drei verschiedenen Affenarten reichlich Nachwuchs. Sowohl bei den Bonobos, bei den Haubenlanguren und bei den Klammeraffen halten gleich mehrere Jungtiere ihre Mütter auf Trab.

Der am 27. Dezember 2015 geborene Klammeraffe Niño, macht seiner Art alle Ehre: Fest klammert er sich an den Bauch seiner Mutter Siesta. Dabei hebt das Jungtier sich mit seinem hellen Fell gut von dem Braun des Alttiers ab. Auf der Affeninsel ist es mit seinen Artgenossen bei schönem Wetter sehr gut zu sehen. Geschickt hangeln sich die südamerikanischen Regenwaldbewohner durch ihren Kletterparcour. Typisch für sie ist, dass sie hierbei auch ihren Schwanz zum Festhalten nutzen können. Derzeit ist die Gruppe der Klammeraffen getrennt. Es gab Rangkämpfe und ein Teil der Tiere bewohnt vorübergehend einen Teil des alten Menschenaffenhauses.

Direkt nebenan, bei den Haubenlanguren, gab es ebenfalls weiteren Nachwuchs. Nachdem Ende 2015 das weibliche Jungtier Malana das Licht der Welt erblickte, folgte am 20. Februar 2016 Jaree. Sie ist die Tochter von Amoli und damit das zweite Jungtier, welches die Gruppe der asiatischen Schlankaffen verstärkt. Auch hier ist der Vater Miyagi, der 2014 aus Großbritannien nach Stuttgart kam. Bei Haubenlanguren ist neben der heiklen Ernährung – sie fressen fast ausschließlich Blätter – die Fellfarbe eine Besonderheit: Es gibt schwarze und rote Tiere. Das Geschlecht spielt hier keine Rolle. Nur die Jungtiere sind alle anfangs orangefarben. Die Wilhelma züchtet diese seltenen Mangrovenbewohner seit 1981. Insgesamt kamen hier bereits 37 Jungtiere zur Welt.

Die Kinderstube der aus Zentralafrika stammenden Bonobos ist weiter gewachsen: Am 27. Februar 2016 brachte Liboso ein gesundes, weibliches Jungtier zur Welt. Damit leben nun insgesamt vier Säuglinge und zwei knapp dreijährige Jungtiere in der 17-köpfigen Bonobogruppe. Liboso kam 1998 als Einjährige mit ihrer Mutter aus dem Kongo in den Zoo von Apenheul in den Niederlanden. Zwölf Jahre später, 2010, verstärkte sie dann mit ihrer eigenen Tochter Nayembi die Gruppe der Wilhelma. Ihr Wesen ist freundlich – allerdings mischt sie immer mit, wenn es Streit gibt. Das Neugeborene ist nach dem 2013 geborenen Sohn Lubao ihr drittes Jungtier. Es trägt bisher noch keinen Namen. Anders als das am 6. Februar geborene Jungtier von Banbo, welches von den Tierpflegern inzwischen den Namen Yanola erhielt.

Quelle: PM Wilhelma