Bestürzung im Zoo Dortmund: Orang-Utan-Junge Yenko wurde verletzt

Yenko und Toba - Foto: Erlebniszoo Hannover

Yenko und Toba – Foto: Erlebniszoo Hannover

Bestürzung im Zoo: Orang-Utan-Junge Yenko wurde verletzt

Ein Zwischenfall in der Orang-Utan-Gruppe des Zoo Dortmund löste am vergangenen Dienstagvormittag, 27. Mai, beim gesamten Zooteam große Bestürzung aus: Aus bisher ungeklärter Ursache zog Orang-Utan-Mann Walter – von Orang-Frau Toba und Yenko durch ein Stahlnetz getrennt – den linken Unterarm des kleinen Adoptivjungen plötzlich durch das Netz und biss ihn vollständig ab. Mutter und Kind konnten unmittelbar von den beiden älteren Töchtern separiert werden.

Nach Rücksprache mit dem Zoo Hannover sowie dem EEP-Koordinator für Orang-Utans wurde entschieden, den kleinen Yenko zu operieren. Sofort lief die tierärztliche Notfallversorgung an. Das Jungtier wurde in Vollnarkose gelegt und in die Veterinärstation des Dortmunder Zoos verbracht, wo eine chirurgische Versorgung der Armwunde sowie eine Schmerz- und Schockbehandlung vorgenommen wurde.
Alles verlief glatt und bereits am Spätnachmittag desselben Tages konnte der kleine Yenko – der schon wieder klettern und trinken wollte! – zu Ersatzmutter Toba zurückgebracht werden. Mittlerweile hat sich Yenko erstaunlich gut von dem schlimmen Zwischenfall erholt.

Orang Utan Walter - Foto: Zoo Dortmund

Orang Utan Walter – Foto: Zoo Dortmund

Inwieweit er seine schwere Verletzung vollständig ausheilen kann, und ob das Ereignis seine Eingliederung in die Dortmunder Menschenaffengruppe zusätzlich erschwert, vermag zum jetzigen Zeitpunkt niemand zu sagen.
Auch die unerwartete Aktion des sonst eher zurückhaltenden Orang-Mannes Walter ist bis jetzt nicht hinreichend zu erklären. Der Faktor Eifersucht auf die Aufmerksamkeit, die Toba und Yenko in der letzten Zeit zuteil wurde, könnte eine Rolle spielen.

Quelle: PM Zoo Dortmund