Beuteltiere neu im Amazonashaus des Zoo Dortmund

Foto: Zoo Dortmund / Markus Patschke

Beuteltiere vermutet man eigentlich in Australien – doch im Zoo Dortmund ist nun eine neue Beuteltierart ins Amazonashaus eingezogen: Ab sofort kann man auf der obersten Etage die Graue Spitzmausbeutelratte (Monodelphis domestica) beobachten.

Die Graue Spitzmausbeutelratte kommt ursprünglich aus der Zentralregion Südamerikas und ist in Brasilien, Paraguay, Bolivien und im Norden Argentiniens beheimatet. Demnach bewohnen diese kleinen Säugetiere ein recht großes Verbreitungsgebiet mit verschiedensten Habitaten. Bevorzugt leben Spitzmausbeutelratten in Landschaften mit Busch-Vegetation, können jedoch auch in verlassenen Feldern oder Wäldern gefunden werden.

Ernähren tun sich diese kleinen, um die 58 bis 110 g schweren, Säugetiere vor allem von wirbellosen Tieren, zum Beispiel Insekten. Jedoch können auch andere kleine Wirbeltiere auf dem Speiseplan stehen, etwa Reptilien oder auch Früchte. Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen gibt es kaum. Männchen sind jedoch in der Regel etwas größer als die Weibchen

Wie es sich für Beuteltiere gehört, ist der Nachwuchs der Grauen Spitzmausbeutelratte bei der Geburt noch nicht sehr weit entwickelt. Die frisch geborene Beutelratte ist nackt, die Augen sind noch nicht geöffnet, sie sind gerade mal 1 cm groß und wiegen 0,1g. Ungewöhnlich für Beuteltiere ist, dass die Weibchen der Spitzmausbeutelratte keinen Beutel haben. Die Neugeborenen saugen sich in den ersten 14 Tagen an der Zitze fest und entwöhnen sich erst nach 8 Wochen von der Mutter. Aus diesem Grund bauen sich Spitzmausbeutelratten auch Nester, in welchen sie den Nachwuchs auch gebären.

Außerhalb ihrer Fortpflanzungszeit sind Graue Spitzmausbeutelratten Einzelgänger und können aggressiv gegenüber ihren Artgenossen reagieren. Bei ausreichenden Ausweichmöglichkeiten können auch zwei Spitzmausbeutelratten in einem Terrarium zusammen gehalten werden.

Im Zoo Dortmund wird aktuell ein Paar Graue Spitzmausbeutelratten gehalten. Zunächst ist jedoch für die Besucher nur das Männchen zu sehen. Die beiden haben sich nämlich auf Anhieb verstanden und direkt fortgepflanzt. Das Weibchen mit den Babys befindet sich daher noch hinter den Kulissen.

Quelle: PM Stadt Dortmund

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