Bonobo im Kölner Zoo geboren

Foto: Simon Pannock

Der Kölner Zoo freut sich über die Geburt eines weiblichen Bonobos. Sie wurde auf den Namen „Balina“, was so viel wie Wal bedeutet, getauft. Ihr Name beginnt mit „B“ in Anlehnung an ihre Mutter „Binti“. Es ist guter biologischer Brauch, bei der Namenswahl der weiblichen Jungtiere denselben Anfangsbuchstaben zuzuordnen, wie ihn bereits die Mutter trägt. „Balina“ wurde am 7. Dezember 2019 auf der beheizten Innenanlage des traditionsreichen Kölner Urwaldhauses für Menschenaffen geboren.

Ihre Entwicklung verläuft sehr gut. Mutter „Binti“ hat bereits vier Mal Nachwuchs großgezogen. Sie ist also eine sehr erfahrene und entspannte Mutter. „Binti“ stammt aus dem Zoo in Frankfurt. Sie ist 25 Jahre alt ist. Es ist der erste Nachwuchs, den sie mit dem aus Berlin stammenden 13-jährigen „Kivu“ gezeugt hat.

Die Kölner Gruppe besteht zudem aus „Yala“, der Mutter von „Kivu“. Sie ist 40 Jahre alt. Hinzukommen noch „Balinas“ zwei Halbschwestern: die 6-jährige „Batia“ (Mutter „Yala“) und die 5-jährige „Bina“ (Mutter „Binti“). Beide Halbschwestern beobachten sehr neugierig, wie „Binti“ ihr Jungtier großzieht. Das ist ein natürlicher und wichtiger Lerneffekt, damit beide später einmal selbst gute und eigenständige Mütter werden können.

Zusammenleben in offenen Wohngemeinschaften
Bonobos leben in den Regenwäldern des Kongobeckens. Sie wurden erst 1933 als eigene Art erkannt und gelten als nächste Verwandte des Menschen. Von den Schimpansen unterscheiden sie sich durch einen feingliedrigeren Körperbau. Größer noch sind aber die Unterschiede im Verhalten. Während die Gemeinschaft der Schimpansen durch die Vorherrschaft der männlichen Tiere bestimmt ist, sind bei den Bonobos eher die Weibchen dominant. Sie sind es auch, die abwandern und neue Gruppen aufbauen.

Bonobos leben in Gemeinschaften von 50 bis 120 Tieren in einem Gebiet von 20 bis 60 Quadratkilometern. Die Mitglieder einer Gemeinschaft leben nicht ständig zusammen. Sie spalten sich in Untergruppen auf, treffen sich und gehen dann wieder auseinander. Eine solche Form des Zusammenlebens wird als fission-fusion-System bezeichnet. Es hat sich als Anpassung an das unregelmäßige Nahrungsangebot entwickelt. Neben ihrer Hauptnahrung, verschiedenen Früchten, machen Bonobos durchaus schon mal Jagd auf kleinere Säugetiere oder Vogelküken.

Quelle: PM Kölner Zoo

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