Braunbärin „Vica“ im Zoo Schwerin will noch nicht in Winterruhe

Foto: Zoo Schwerin

Die Braunbären des Schweriner Zoos haben wohl unterschiedliche Auffassungen vom Beginn der Winterruhe.
Während Braunbärendame Vica bereits die Wärme und den Komfort des Heulagers in ihrem Innengehege genießt, schleppt Mitbewohnerin Claudia ihren angefressenen Winterspeck immer noch über die Außenanlage. Zwar ist sie nicht mehr so agil wie im Sommer, aber die niedrigen Temperaturen sind für sie wegen ihres dicken Winterfells kein Problem.

Eigentlich begeben sich Braunbären in freier Wildbahn in Winterruhe um der Nahrungsknappheit, des Winters zu entgehen. Anders als Wolf, Luchs oder Wildkatze, welche die kalte Jahreszeit als Fleischfresser ohne längere Ruhezeiten hinter sich bringen, ist der Bär als Allesfresser auch auf pflanzliche Nahrung angewiesen, die er im Winter nur spärlich findet. Also frisst er sich den Sommer über eine Speckschicht an, von welcher er über den Winter zehren kann. Ein verlangsamter Herzschlag, die Senkung der Körpertemperatur und der totale Verzicht auf Flüssigkeitsaufnahme machen es ihm möglich bis zu einem halben Jahr ohne Wachphase auszukommen.

Wegen des ständigen Nahrungsangebots in zoologischen Einrichtungen, wie dem Zoo Schwerin, sind allerdings einige der Bären dazu übergegangen eine sehr kurze oder sogar gar keine Winterruhe einzulegen.

M.Schmid/zoogast.de