Bruterfolg bei Eselspinguinen im Zoo Basel

Eselspinguin mit Küken im Zoo Basel – Foto:Zoo Basel

Seit dem 6. Juni sind im Zoo Basel gleich fünf Eselspinguin-Küken geschlüpft. Die älteren Jungen erkunden bereits die Anlange, die jüngeren sind noch auf den Nestern. Nicht mehr lange und sie werden alle wie die Grossen im Wasser nach Fischen und Krill jagen. Die Zucht der Eselspinguine wird in einem Erhaltungszuchtprogramm koordiniert. Seit 1976 sind im Zoo Basel über 100 Junge aufgezogen worden.

Der Neubeginn der Zucht in diesem Jahr zeigt, dass die Eselspinguin-Gruppe harmoniert und die Eltern genau wissen, wie sie sich um ihre Jungen kümmern müssen. Dies war nicht immer so. Eselspinguine werden seit 1957 im Zoo Basel gezeigt. Das erste Küken schlüpfte 1976, danach folgten zwei sehr erfolgreiche Jahrzehnte. Fünf bis sieben Elternpaare zogen jeweils pro Jahr sechs bis neun Junge auf. Ende der 90er-Jahre brach die Zucht zusammen. Die Vögel, die so erfolgreich gebrütet hatten, wurden alt. Die meisten Jungtiere wurden damals in andere Zoos abgegeben. In Japan leben heute noch Vögel aus Basel.

Zusammenleben von Jung und Alt
In den letzten Jahren setzte man alles daran, eine gesunde und altersgemischte Gruppe aufzubauen. Dabei ist es wichtig, erfahrene wie auch jüngere Vögel zusammen zu halten. Die Bemühungen zeigten Erfolg: Vier Paare ziehen dieses Jahr ein Junges auf. Das älteste erwachsene Tier der Zolli-Kolonie ist über 25, das Jüngste drei Jahre alt. Eselspinguine werden mit rund drei Jahren geschlechtsreif. Die Zucht der Eselspinguine wird im Europäischen Erhaltungszucht-Programm (EEP) koordiniert. Die Zolli-Vögel stammen aus dem Zoo Edinburgh in Schottland. Seit 1976 sind über 100 Jungvögel im Zoo Basel gezüchtet worden.

Dank Schutzmassnahmen stabile Bestände
Der Bestand der Eselspinguine in der Natur wird auf rund 600‘000 erwachsene Tiere geschätzt. Ihr Verbreitungsgebiet ist sehr groß und umfasst viele Inseln vor der Küste der Antarktis. Hauptverbreitungsgebiet sind die Falkland-Inseln mit rund 250‘000 Tieren und die Kergulen mit rund 25‘000 Vögeln. Früher wurden viele Pinguinarten von Menschen gejagt, denn ihr Unterhautfett diente der Ölgewinnung zum menschlichen Verzehr, ebenso wie ihre Eier. Mitunter wurden so 70‘000 Vögel pro Saison von der Besatzung eines Schoners ‚verheizt‘. Schutzmassnahmen haben dazu geführt, dass ihre Bestände heute recht stabil sind.

Steiniges Nest
Den Namen Eselspinguin tragen die rund fünf Kilogramm schweren Vögel wegen ihrer Lautäusserungen. Während der Brutvorbereitungen und während der Brut begrüssen sich die Partner mit Eselgeschrei-ähnlichen Rufen. Gebrütet wird in Kolonien. Das Nest besteht hauptsächlich aus kleinen Steinen. Das begehrte Nistmaterial wird sorgsam zusammen getragen und mitunter auch von Nachbarn gestohlen. In der Regel legen Eselspinguine zwei Eier im Abstand von zwei bis drei Tagen, die dann von beiden Partnern abwechselnd ausgebrütet werden. Nach einer Brutdauer von 31 – 39 Tagen schlüpfen die Küken. Rund drei Monate werden sie von den Eltern umsorgt, bevor sie selbstständig werden.

Quelle: PM Zoo Basel