Bundesweit beste Auszubildende kommt 2014 aus der Wilhelma

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben überreichte Lisa Kühn in Berlin den Pokal. - Foto: DIHK/Jens Schicke

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben überreichte Lisa Kühn in Berlin den Pokal. – Foto: DIHK/Jens Schicke

Die außergewöhnlichen Tiere der Wilhelma haben auch außergewöhnlich gute Pfleger. Die 22-jährige Lisa Kühn ist jetzt vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) als bundesweit beste Auszubildende in ihrer Fachrichtung geehrt worden. „Sie haben im zurückliegenden Jahr unschlagbare Leistungen vollbracht“, lobte DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer in Berlin die 232 Preisträger. „Sie haben die höchsten Punktzahlen in Ihren Abschlussprüfungen erreicht und sind nun die besten Azubis Deutschlands in Ihrem Beruf – und das bei mehr als 320.000 Prüfungsteilnehmern.“ Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben gratulierten den jungen Berufstätigen bei dem Festakt in der Hauptstadt.
Auch Dr. Thomas Kölpin würdigte die angehende Tierpflegerin: „Meinen Glückwunsch an Lisa Kühn, sie kann stolz auf ihre besondere Leistung sein“, sagte der Wilhelma-Direktor: „Mit ihrer ansteckenden Begeisterung und ihrem persönlichen Engagement passt sie gut in unsere Mannschaft in der Wilhelma, die sich stark mit ihrer Aufgabe identifiziert und mit großem Elan bei der Sache ist.“
Ihren Traumberuf hat Kühn schon äußerst früh gefunden: „Meine Mutter sagt, seit ich auf eigenen Beinen durch den Zoo laufen konnte, war klar, dass ich einmal Tierpflegerin werde“, erzählt die Rülzheimerin. „Sie zeigte mir, dass zu den Aufgaben auch Dinge gehören wie zum Beispiel, die Gehege auszumisten. Aber das fand ich genauso toll wie die Schaufütterungen.“ Weil sie gerne zeichnet und taucht, standen kurze Zeit auch mal Modedesignerin und Meeresbiologin auf der Liste der Berufswünsche. Ein Praktikum im Zoo Landau brachte in der achten Klasse die Entscheidung: „Ab da kam nichts anderes mehr in Frage“, erinnert sie sich.
Bei der Bewerbung um eine Lehrstelle hatte die sehr gute Schülerin die Auswahl. „Ich war schon in fast jedem Zoo und Tierpark in Deutschland und hatte eine Hitliste gemacht. Ganz oben standen der Zoo Leipzig und die Wilhelma“, berichtet die Pfälzerin. „Und die Wilhelma war schneller.“ Bei dem Angebot, nach Stuttgart zu kommen, hat sie gleich zugegriffen. Zum einen fand sie hier ihre Lieblingstiere vor, nämlich die Menschenaffen und die Elefanten, zum anderen lockte sie die besonders breite Ausbildung her. „Als Azubis dürfen wir alle der knapp 20 Reviere durchlaufen. Die Wilhelma hat ein riesiges Spektrum an Tieren mit verschiedensten Charakteren“, erläutert Kühn. „Wir dürfen alles ansehen, bei allen Arbeiten mitmachen und bekommen so ein unheimliches Knowhow.“ Aber das hat ihr noch nicht gereicht: „Jeden Abend habe ich mich zu Hause mit den Tieren, bei denen ich gerade im Revier war, immer noch eine Stunde beschäftigt: Ich habe darüber gelesen, im Internet recherchiert oder Tierdokumentationen angeschaut.“ Ihre Begeisterung und Einsatzfreude trugen dazu bei, dass die 22-Jährige nun bundesweit zur absoluten Spitze zählt.

Quelle: PM Wilhelma