Coloradokröten ziehen im Zoo Zürich ein

Coloradokröten – Foto: Zoo Zürich

Der Einzug der Coloradokröte – eine neue Krötenart mit dezentem Charme
Die Coloradokröte ist eine große, über 15 cm lange Kröte. Sie bewohnt aride Gebiete im südlichsten Teil Kaliforniens, im Süden Arizonas und Neu Mexikos und ist auch im Norden Mexikos verbreitet. Sie lebt von Meereshöhe bis in gebirgige Habitate auf über 1600 m üM. In den wüstenähnlichen Habitaten ziehen sich die Kröten tagsüber oft in Höhlen oder andere schattige Unterschlüpfe zurück. Oder sie leben in der Nähe von permanenten Gewässern, wo sie ihren Wasserhaushalt regulieren können. Die Eier werden in Tümpel oder langsam fließende Gewässer abgelegt. Coloradokröten sind pragmatische Esser. Alles was in den Mund passt, gehört auf ihren Speisezettel. Dazu zählen Insekten, andere Kröten sowie kleine Reptilien und Nagetiere. Ihre fleischige Zunge dient dazu, das Beutetier einfacher zu erwischen. Mit ihren aufgeregten Zehenbewegungen locken sie wahrscheinlich potentielle Beutetiere in ihre Nähe.
Coloradokröten besitzen ausgeprägte Giftdrüsen, welche über den ganzen Körper verteilt sind. Im Nackenbereich sind diese als Parotoid-Drüsen besonders präsent. Damit lassen sich auch Angriffe von grösseren Fressfeinden effektiv abwehren. Grundsätzlich schützt das Gift aber vor allem vor Pilzen, Bakterien und Viren. Auf den Menschen wirkt das Gift als Halluzinogen. Die Kröte wurde deshalb in Amerika psychodelic-toad genannt und der Besitz des Giftes Bufotenin ist in Kalifornien seit 1970 verboten. Derzeit gibt es keine genehmigte Anwendung des Stoffes in der Medizin.
Die Coloradokröten zeigen wir zusammen mit den Skorpions-Krustenechsen im Terrarium. Bisher tolerieren sich die beiden Arten problemlos, ja sie nutzen sogar gemeinsam die angebotenen Komfort- und Ruheplätze. Die Kröten stammen aus Nachzuchten des Tierpark Dählhölzi in Bern.

Quelle: PM Zoo Zürich