Das «multifunktionale Gebäude» des Natur- und Tierparks Goldau ist aufgerichtet

Foto: Tierpark Goldau

Foto: Tierpark Goldau

Mit der Aufrichtefeier ist der zweite Meilenstein auf dem Weg zum multifunktionalen Gebäude im Tierpark Goldau erreicht: Das Bauwerk ist wind- und wasserdicht. Dank der guten Planung, Organisation und des guten Wetters kamen die Arbeiten termingerecht voran. Nun können die Innenausbauten im multifunktionalen Gebäude mit Auffang-, Pflege- und Quarantänestation, Futterversorgung, tiermedizinischen Behandlungsräumen und Infrastruktur beginnen. Bis im Sommer 2016 soll der komplexe Bau fertiggestellt sein.

Zweitausend Quadratmeter für die Tiere unter einem Dach. In der Rekordzeit von vier Monaten wurden rund 1000 m3 Beton, 100 Tonnen Armierungseisen und das Holz von etwa 50 stattlichen Bäumen zum Rohbau des multifunktionalen Gebäudes verarbeitet. Im 12 Meter hohen Gebäude werden die verletzten und kranken Wildtiere und aufgefundene Haustiere eine erste Bleibe erhalten. Bereits ab nächstem Sommer können die Pfleglinge und die verwaisten Jungtiere fachgerecht untergebracht und gepflegt werden. Das Aufrichtefest ist ein Meilenstein für den Tierpark und ein Fest für alle Mitwirkenden, die hier ihr ganzes Können unter Beweis stellen. Dass dies nötig ist, erkannten die Handwerker, Fachingenieure, Architekten und Projektverantwortlichen während der vergangenen intensiven Monate der Planungs- und der Rohbauphase. Die allgemeine Erkenntnis war: «Ein so komplexes Bauwerk mit so unterschiedlichen Anforderungen baut man nur einmal im Leben.» So gibt es wohl kein anderes Gebäude, in dem gleichzeitig vom Frosch bis zum Bison und vom Fisch bis zum Bartgeier jede Tierart untergebracht werden kann, das Futter für 1000 Tiere gelagert und zubereitet wird, kranke Tiere behandelt und die Mitarbeiter über zweckmässig eingerichtete Infrastrukturräume verfügen. Es ist höhere Baukunst, die Konzeptideen und Nutzungsanforderungen so umzusetzen, dass nach der Fertigstellung alles funktioniert, wie sich die Tierparkmitarbeiter das bei der Planung vorstellten. Selbstverständlich muss bei allen Spezialwünschen das Budget eingehalten werden. Getreu der verwurzelten Tierparkphilosophie soll kein Luxusobjekt, sondern ein Funktionsbau erstellt werden, der unzähligen Tieren zugute kommt.

Bis heute sind 4.3 Mio. Franken Spendengelder zugeflossen. Zur vollständigen Finanzierung des wichtigen Gebäudes fehlen allerdings noch 400‘000 Franken. Der Natur- und Tierpark Goldau ist daher dringend auf Spenden angewiesen, damit das Gebäude bis im Sommer fertiggestellt werden kann. Von verschiedenen Stiftungen und öffentlichen sowie privaten Organisationen darf er Beiträge erwarten, wofür er sehr dankbar ist. Mit dem multifunktionalen Gebäude erfüllt der Tierpark nicht nur wichtige Anforderungen für den Betrieb, sondern nimmt auch Aufgaben im Interesse der Öffentlichkeit und des aktiven Tierschutzes wahr.

Quelle: PM Tierpark Goldau