Der Leopard ist das Zootier des Jahres 2016 – Hannover veranstaltete Aktionstag

Foto: Simon Pannock

Foto: Simon Pannock

Der Leopard ist fast überall in seinem natürlichen Lebensraum stark gefährdet oder – wie der Sansibar-Leopard – bereits ausgerottet. 2016 wurde der Leopard daher zum „Zootier des Jahres“ gewählt. Die Artenschutzkampagne der drei Verbände Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), Deutsche Tierparkgesellschaft e.V. (DTG) und Gemeinschaft Deutscher Zooförderer e.V. (GDZ) trägt ganz konkret zum Schutz dieser Tierart bei: Durch Spenden werden Schutzprojekte vor Ort in Sri Lanka und im Iran finanziert, so wird zum Überleben dieser stark bedrohten Leoparden-Unterarten beigetragen.

In rund 150 deutschen Zoos und Tierparks weisen Plakate und Handzettel auf die Spendenkampagne hin. Auch der Verein der Zoofreunde Hannover e.V. als Mitglied der GDZ beteiligt sich an der Kampagne und machte am 25. und 26. Juni 2016 im Erlebnis-Zoo Hannover direkt bei den Leoparden auf die Bedrohung der eleganten Großkatzen aufmerksam. „Auf Sri Lanka gibt es noch etwa 450 Leoparden, im Nordiran leben nur noch etwa 800 bis 1000 Tiere“, so Christian Wagner, Vorsitzender der Zoofreunde Hannover.

Bei den Aktionstagen erfuhren Zoobesucher alles über die verschiedenen Unterarten und Lebensräume der Leoparden, konnten sich anhand von Abdrücken der Vorder- und Hinterfüße sowie einer Schädelnachbildung ein Bild von der Größe der Großkatze machen und sich eine Wildtierkamera erklären lassen, die im Freiland eingesetzt wird, um das Verhalten von Leoparden zu erforschen. Außerdem konnten sich kleine Zoobesucher Buttons mit dem Aktionsbild der Artenschutzkampagne drucken und spielerisch zum Leoparden-Experten werden.

Die Spenden der Aktionstage kommen der Artenschutzkampagne „Zootier des Jahres“ zugute, mit der ein Projekt in Sri Lanka finanziert wird, das die Verbreitung der Leoparden mittels DNA-Analysen von Kothaufen erforscht. Darauf aufbauend werden geeignete Schutzmaßnahmen entwickelt. Ein Fahrzeug und Kamerafallen, mit denen man mehr über das Verhalten der Tiere in der Nähe von Menschen erfahren will, sind bereits angeschafft worden. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden Leoparden-Wachposten aufgestellt, leopardensichere Ställe für Haustiere gebaut oder andere Schutzmaßnahmen entwickelt. Im Iran sollen ebenfalls Kamerafallen aufgebaut werden. Einzelne Tiere bekommen GPS-Halsbänder, um Bewegungsmuster der Leoparden per Satellit zu erforschen. Nutztiere und Haushunde werden auf mögliche Krankheitsübertragung auf die Leoparden untersucht, Naturschützer, Tierärzte, Jäger und Tierhalter sollen geschult werden.

Quelle: PM Zoo Hannover