Der Tiergarten Delitzsch gibt vier Nerzjungtiere zur Auswilderung ab

Europäischer Nerz – Foto: Ch.Maurer/Tiergarten Delitzsch

Der Tiergarten Delitzsch gibt vier Nerzjungtiere zur Auswilderung ab 
Am 18.September hat der Tierpark Delitzsch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des europäischen Nerzes geleistet. Vier Jungtiere wurden dem Verein Euronerz e.V. übergeben, diese werden nun in der Verpaarungsstation des Vereins zunächst mit anderen Weibchen verpaart. Die trächtigen Weibchen werden dann vom Verein Euronerz wieder an die teilnehmenden Zoos, Tierparks und Tiergärten abgegeben um das Bewusstsein der Bevölkerung für die in Deutschland ausgestorbene Marderart zu schärfen.
Wiederansiedlungsprojekte laufen im Saarland und im Steinhuder Meer.Der europäische Nerz ist eine Marderart, die einst ganz Europa besiedelte und nah am Wasser lebt. Heute sind die Bestände bis auf etwa 1.000 freilebende Tiere zurück gegangen. In der Natur, sowie im Bewusstsein der Menschen wurde der Nerz zu großen Teilen von seinem amerikanischen Verwandten dem Mink verdrängt, der vor Jahrzehnten für den Pelzhandel nach Europa kam.

Der größte Eisvogel der Welt ist im Tiergarten eingezogen
Hänsel und Gretel sind die beiden aktuellsten Neuzugänge in der Loberstadt. Die beiden Kookaburras sind eigentlich in Australien beheimatet und werden auch „Lachender Hans“ genannt. Diesen Namen tragen die Vögel nicht zu Unrecht, denn wenn sie morgens und abends ihre laute Stimme erklingen lassen, könnte man glauben ein schallendes Gelächter zu hören. Der Kookaburra gehört zur Familie der Eisvögel und ist der größte Vertreter seiner Art. In Australien sind die Tiere durchaus populär. Ein beliebtes Kinderlied ist der „Kookaburra-Song“ und da der Vogel meistens zu festen Zeiten zu hören ist, haben ihn die ersten Siedler auch „Buschmannsuhr“ genannt. Selbst im Glauben der Aborigines hat er einen festen Platz. Die Einheimischen glauben, dass er ruft damit die Menschen den Sonnenaufgang nicht verpassen.

M.Schmid/zoogast.de