Der Tierpark Bochum freut sich über Flamingonachwuchs

Foto: Tierpark Bochum

Bei den Flamingos im Tierpark + Fossilium Bochum ist das rosarote Familienglück komplett. Zwei Küken sind im Abstand von drei Wochen aus ihren Eiern geschlüpft. Zuletzt sorgte das Flamingoküken mit dem ungewöhnlichen Namen „Horst-Kevin“ im Jahr 2015 deutschlandweit für Schlagzeilen. Mittlerweile ist Horst-Kevin ein ausgewachsener Flamingo und sieht nun seinen Geschwistertieren beim Heranwachsen zu. Während das ältere der beiden Jungtiere bereits eigene Ausflüge durch die Anlage unternimmt, hockt das Nesthäkchen noch sicher unter den Federn seiner Mutter und streckt nur gelegentlich den Kopf unter den Flügel hervor.

Mit dem jüngsten Zuwachs leben im Tierpark + Fossilium Bochum derzeit 25 Flamingos. In der fast rundum verglasten Anlage können Tierparkbesucher die Aufzucht der beiden Küken unmittelbar mitverfolgen. „Bei der Aufzucht wechseln sich die Eltern, wie auch schon während der Brutzeit, ab“, berichtet Revierleiter Lukas Gers. Flamingos füttern ihren Nachwuchs mit Kropfmilch. Sind die Küken alt genug, um das Nest zu verlassen, bilden sie zusammen mit anderen Jungvögeln eine Art Kindergarten, sogenannte Crèches. Auch in dieser Zeit werden sie weiterhin von ihren Eltern versorgt, bis sie nach etwa 80 – 90 Tagen flügge werden.

Noch haben die Küken wenig Ähnlichkeit mit ihren ausgewachsen Artgenossen. Die grauen Dauen werden erst in einigen Wochen gegen ein Jugendfederkleid eingetauscht und auch Beine und Schnabel hellen erst nach einiger Zeit auf. Ihre leuchtend rosa Farbe erhalten Flamingos im Freiland durch den Verzehr roter Krebse. Im Tierpark ist das Futter mit dem speziellen, natürlichen Farbstoff Carotinoid versetzt. Auch wenn sie farblich noch nicht mit den Großen mithalten können, klappt der Stand auf einem Bein bei dem älteren Jungtier bereits perfekt. Flamingos haben ein Gelenk, das einrastet, wenn sie das Bein strecken. Dadurch stehen sie stabil und können sogar im Stehen schlafen. Diese Körperhaltung dient der Energieersparnis durch eine geringere Auskühlung der Extremitäten

Quelle: PM Tierpark Bochum