Der Zoo Dortmund stellt sein Nashornbaby vor

Foto: Floyd / zoogast.de

Foto: Floyd / zoogast.de

Die „lang Ersehnte“ ist angekommen

Alle fünf Nashornarten auf der Welt sind stark vom Aussterben bedroht. Illegale Wilderei und die Zerstörung der Lebensräume haben die Bestände stark dezimiert. Wie viele andere Tierarten auch, so haben Nashörner nur noch im Zoo eine Chance für die Zukunft. Gemeinsam mit dem Tierschutzverein Groß-Dortmund hat sich der Zoo Dortmund vor einigen Jahren entschieden, den afrikanischen Breitmaulnashörnern ein neues Zuhause zu bieten und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Erhaltungszucht zu schaffen. Dank der finanziellen Unterstützung des Tierschutzvereins konnte 2005 das neue Nashornhaus eröffnet werden. Und mit den beiden Nashornmädchen Jasira und Shakina zogen 2009 die Hoffnungsträgerinnen für eine erfolgreiche Zucht ein. Damals waren beide noch zu jung für eine Trächtigkeit. Doch nun, mit neun Jahren, hat Shakina ihr erstes Jungtier geboren – das erste Nashornbaby in Dortmund. Vater ist der gleichaltrige Nashornbulle Amari.

Breitmaulnashörner sind in den Savannenlandschaften Afrikas zu Hause und sie sind die einzige Nashornart, die im Herdenverband lebt. Die Bestände der Breitmaulnashörner sind vor allem durch Wilderei bedroht. Die gesamte Population der nördlichen Unterart wurde erst vor wenigen Jahren durch den Krieg im Sudan ausgelöscht. Immer noch werden Nashörner ihres Hornes wegen erlegt, dem magische Wirkkräfte zugesprochen werden, so unter anderem eine aphrodisierende Wirkung.

Mit dem Nashornbaby Abebi, die „lang Ersehnte“, trägt der Zoo Dortmund zum Erhalt der zweitgrößten Landsäugetierart bei. Die bundesweit einmalige Zusammenarbeit von Zoo und Tierschutzverein trägt dazu bei, dass nicht nur das Wohl der Tiere, die in unserer Hand leben sichergestellt ist, sondern dass auch ein wertvoller Teil unseres gemeinsamen natürlichen Erbes für die Nachwelt erhalten bleibt. Die heutige Übernahme der Patenschaft für das Nashorn durch den Tierschutzverein dokumentiert diese erfolgreiche Zusammenarbeit erneut und setzt ein wichtiges Zeichen für die Zukunft.

Quelle: PM Zoo Dortmund