Dickkopfschildkröten sind im Neunkircher Zoo eingezogen

Foto: Neunkircher Zoo/Monsieur de Maurice

Foto: Neunkircher Zoo/Monsieur de Maurice

Im Neunkircher Zoo gab es eine längere „schildkrötenlose“ Zeit in den Terrarien, nun ergänzt ein Paar der ursprünglich aus Südostasien stammenden Schwarzen Dickkopfschildkröten den Reptilienbestand. Diese mit 20 cm Panzerlänge eher klein bleibende Wasserschildkrötenart bewohnt in ihren natürlichen tropischen Lebensräumen den Seen, Teichen und langsam fließenden im südlichen Myanmar und Vietnam, in Thailand, Malaysia und auf den indonesischen Inseln wie Sumatra, Java und Borneo. Es besteht leider ein hohes Risiko, dass die Schwarze Dickkopfschildkröte in unmittelbarer Zukunft wegen Lebensraumzerstörung, Jagd für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), aber auch für den Tierhandel, ausstirbt. Aus diesem Grund, um diese Art als wichtige Genreserve vorerst in Menschenobhut zu erhalten und ebenso als Botschafter für ihre wildlebenden Verwandten, kam das Paar als Geschenk im Rahmen des europaweit koordinierten Europäischen Zuchtbuches (ESB) in den Zoo der Kreisstadt Neunkirchen. Das männliche Tier namens „BAYU“, was im Sanskrit „Wind“ bedeutet, ist 2004 im Zoo Bristol aus dem Ei geschlüpft, das bereits 1975 geschlüpfte Weibchen „CAHAYA“, dieser Name bedeutet im Sanskrit „Licht oder Glanz“, kam als Schenkung und genetisch sehr wertvolles Tier aus einer privaten Schildkrötenhaltung. Der Neunkircher Zoo ist derzeit der einzige Zoo in ganz Deutschland, der diese Schildkrötenart seinen kleinen und großen Besuchern zeigt. Sie wird wegen des fast einem Lächeln anmutenden Gesichtsausdrucks im englischen Sprachgebrauch auch „smiling terrapin“, was soviel wie „lächelnde Wasserschildkröte“ bedeutet. In Südostasien wird sie auch in Teichen buddhistischer Tempelanlagen gehalten und als heiliges Tier verehrt.

Im Neunkircher Zoo bilden sie in einem Landschaftsterrarium der Kleinen Tropenhalle im Affenhaus eine harmonische tierische Wohngemeinschaft mit den ebenso interessanten Vietnamesischen Langnasennattern und Zweifarbigen Vampirkrabben. Die Leibspeise von „BAYU“ und „CAHAYA“ sind unter anderem kleine Insekten, aber kleine Fische wie Stinte und auch Mangostücke werden nicht verschmäht.

Quelle: PM Neunkircher Zoo