Die neue Menschenaffenanlage der Wilhelma

Insgesamt rund 3300 Freunde und Förderer der Wilhelma haben an zwei verregneten Wochenend- Tagen die neue Anlage exklusiv besichtigt. – Foto: K. Molthagen / PM Wilhelma

Der Bau der neuen Anlage für Afrikanische Menschenaffen der Wilhelma strebt seiner
Vollendung entgegen, auch die Gestaltung der Außenanlagen ist weit gediehen. Allerdings
liegen die Maßnahmen laut einer Baubesprechung am Montag, dem 4.12., derzeit zwei Monate
hinter dem bisherigen Zeitplan zurück. Eine Eröffnung im Frühjahr wird trotzdem weiterhin
angestrebt, ob sich der ursprüngliche Wunschtermin vor Ende des ersten Quartals 2013
einhalten lässt, ist jedoch ungewiss. Derweil hat die Anlage bei geführten
Besichtigungsrundgängen sowohl von der Baden-Württembergischen Landesbeauftragten für
Tierschutz als auch von den Mitgliedern des Wilhelma-Fördervereins viel Lob geerntet.
„Gut Ding will Weile haben – dieser Spruch bestätigt sich auch bei unserer Menschenaffenanlage“, so
Prof. Dr. Dieter Jauch. „Aber wir haben von Anfang an gesagt, dass wir im Hinblick auf die
Funktionalität – zum Wohl der Tiere, aber auch der Pfleger und Besucher – in keiner Bauphase
Kompromisse eingehen werden, auch am Ende der Bauzeit nicht.“ Die Prioritäten-Reihenfolge der
Wilhelma, bei der „das Tier in punkto Gehegegestaltung an erster Stelle steht“, begrüßte auch die
Tierärztin und Landesbeauftragte für Tierschutz Dr. Cornelie Jäger, als sie sich bei einem Besuch
selbst ein Bild von der Anlage machte. Zudem seien „in die Anlage enorm viele Detailüberlegungen
eingeflossen, die ein Außenstehender so leider gar nicht alle sehen und nachvollziehen kann“. Ihr
Fazit: „Mit dieser Anlage kommt die Wilhelma ihrer Vorbildfunktion nach.“
Wie Dr. Jäger, so erhielt auch der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma, der immerhin die
Hälfte der Kosten für die Anlage trägt, vorab die Gelegenheit zu einer exklusiven Besichtigung der
Anlage. Über 3300 Mitglieder nahmen das Angebot wahr und zeigten sich von der Komplexität des
Gebäudes und ihrer Infrastruktur beeindruckt, wie die zahlreichen positiven Eintragungen im
Gästebuch des Fördervereins belegen: „Schön zu sehen, wo das viele Geld hinfließt – es ist jeden
Euro wert“, lautete ein Kommentar, „die langen Planungen und die bisherige bauliche Umsetzung
wirken sehr, sehr wohlüberlegt zum Wohle der Affen und Menschen“, besagte ein anderer. Zwei
weitere Fördermitglieder brachten es auf ihre Weise auf den Punkt: „Es wird so schön. Im nächsten
Leben will ich Affe in der Wilhelma werden.“ Und: „Haltet mir ein Zimmer frei!“
Die Aussichten, dass die Anlage am Ende auch bei allen anderen Besuchern und insbesondere bei
den Tieren großen Anklang finden wird, stehen also gut. Umso mehr fiebert die Wilhelma der
Fertigstellung entgegen. Dass sich diese nochmals verzögern könnte, ist ein kleiner Wehrmutstropfen
– noch ist nicht absehbar, ob sich die aktuell zwei Monate Verzug noch hereinholen lassen. Sicher
dagegen ist, dass die Gorillas und Bonobos erst dann einziehen werden, wenn alles funktionsfähig
und wohnlich eingerichtet ist. Sobald es soweit ist, will die Wilhelma zeitnah darüber informieren,
ebenso, sobald ein Termin für die feierliche Eröffnung genannt werden kann.

Quelle: PM Wilhelma