Die verschiedenen Versuche der Zoos die Menschen in den April zu schicken…

Orang Utan Jambi - Foto: Kölner Zoo

„Kaum zu glauben…“ – Foto: Kölner Zoo

Der 1.April ist ein beliebter Tag um seinen Mitmenschen mal so richtig einen Bären aufzubinden. An diesem Tag ist es erlaubt jemanden mal einen unsinnigen Auftrag zu erteilen, andere mit einer Behauptung zu erschrecken oder seine Bekannten einen sinnlosen Botengang machen zu lassen.
Aber nicht nur Einzelpersonen treiben am 1.April Schabernack, auch altehrwürdige öffentliche Institutionen wie Zoos und Tierparks schicken ihre Fans und Besucher regelmäßig in den April…

Während der Kölner Zoo den schönen Tag mit einer Aktion zu seiner 150-jährigen Elefantenhaltung nutzte, dachten sich andere Zoos lustige Geschichten aus. So verkündete der Tierpark Bad Kössen mit einer Fotomontage die Zucht eines neuartige Stachelschweins, welches wie ein Ferkel mit Igelstacheln aussah. Oder der Tierpark Petersberg erklärte die Aufnahme von fleischfressenden Koalas. Auch bei unseren österreichischen Nachbarn wollte die Tierwelt Herberstein den Leuten weiß machen man habe jetzt ein Zwergmammut im Bestand. Selbst die Schweizer in Persona des Tierparks Goldau konnten sich nicht zurück halten und gaben eine Pressemeldung heraus, in der sie von einem speziellen Fellsauger berichteten, mit dem man seinen Tieren das überflüssig gewordene Winterfell absaugen würde. Man lud sogar freiwillige Helfer für den 1.April um 11.00 Uhr ein sich an der Arbeit zu beteiligen.

Eine größere Aktion hatte man sich im Zoo Magdeburg ausgedacht, dort erklärte man kurzer Hand – der Teil der Geschichte stimmt tatsächlich – man habe eine vor fünf Jahren entlaufene Luchsdame – und hier fängt das Flunkern an – wieder einfangen können und werde sie am 1.April in ihrem Gehege aus der Transportbox entlassen. Die gespannten Besucher mussten aber schließlich erkennen, dass sie an der Nase herum geführt worden waren, als ein Mitarbeiter des Zoos in einem Leopardenkostüm aus der Kiste kletterte.
Eine interessante Idee hatte auch der Zoo Krefeld, hier erklärte man, dass eine Netzkonstruktion errichtet werde um ein Entkommen der flugfähigen Pinguine zu verhindern, die man bald als erster Zoo Deutschlands halten werde.
Bei so vielen Aprilscherzen wollte man sich auch im Hamburger Tierpark Hagenbeck nicht lumpen lassen und verkündete, dass sich dort ein Muntjak mit einem Mara verpaart hätte und das Resultat nun einem Pampahasen mit kurzem Geweih ähnle. Sogar einen Namen hatte man sich ausgedacht und kurzerhand von einem Marajak gesprochen.
Zudem fand man im Safaripark Stukenbrock Zebraeier und das Wildkatzenzentrum Wildenburg wollte mit der Grinsekatze eine neue Wildkatzenart entdeckt haben.
Als besonders einfallsreich entpuppte sich der Zoo Duisburg. Dort gab man eine Pressemeldung heraus in der man erklärte, dass zwei Exemplare der höchst seltenen Naslinge eingetroffen wären und man diese am 1.April der Öffentlichkeit präsentieren wolle. Als sich aber dann einige Pressevertreter eingefunden hatten, wollten sich die Tiere partout nicht zeigen, was vielleicht daran gelegen haben könnte, dass es sie gar nicht gibt und ihr einziges Verbreitungsgebiet in einem Gedicht von Christian Morgenstern liegt.

Wenn Sie also das nächste Mal von zoologischen Sensationen hören, sollten sie erst einen Blick in den Kalender wagen, denn der nächste 1.April kommt bestimmt.

M.Schmid/zoogast.de