Die Wilhelma in Stuttgart zieht Bilanz – 2,24 Millionen Besucher im Jahr 2012

Foto: Wilhelma

Trotz nicht immer perfektem „Zoowetter“ und Baustellen im oberen Parkteil kann die Wilhelma in puncto Besucherzahlen auf ein zufriedenstellendes Jahr 2012 zurückblicken: Rund 2,24 Millionen Menschen kamen 2012 in den einzigen zoologisch-botanischen Garten Europas. Das sind rund drei Prozent mehr als im „Schlechtwetter-Jahr“ 2010 (2,17 Millionen) und rund 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr, das unter anderem dank günstiger Wetterverhältnisse der Wilhelma ihre bislang zweitbeste Besucherbilanz bescherte.
Die Attraktivität der Wilhelma für die Besucher scheint ungebrochen – nach wie vor gehört die Wilhelma zu den deutschen Zoos mit den höchsten Besucherzahlen. Die Bilanz 2012 bleibt mit 2,24 Millionen Besuchern dabei ebenfalls auf fast konstant hohem Niveau. „Damit können wir summa summarum zufrieden sein“, so Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch, „zumal wir mit geringeren Besucherzahlen gerechnet hatten. Deutlich mehr Publikum erwarten wir jedoch erst nach der Eröffnung der neuen Menschenaffenanlage.“ Wann diese stattfinden kann, ist nach wie vor offen, die Baumaßnahmen sind im Verzug – der Wunschtermin der Wilhelma vor Ostern wird somit nicht klappen. Fertig wurden im letzten Jahr dafür die rund eine Million Euro teure Runderneuerung des Elefanten-Außengeheges und die neue
Felsen-Umrandung des Zebra-Geheges, die aktuellen Arbeiten an der neuen Erdmännchenanlage und die Sanierung des Seerosenteichs sollen bis Ostern abgeschlossen sein. Für das Jahr 2013 werden nun möglichst wenige neue Baustellen angestrebt. Dafür werden zwei neue Spielelemente die Angebote für Kinder erweitern: ein neuer Kletterelefant beim Elefantengehege und ein Holzgorilla samt Hängematte bei der Menschenaffenanlage. Ergänzt und optimiert wird überdies das Wegweisersystem im Park.
Neue Eintrittspreise ab 1. März 2013 – bis dahin gilt der bisherige ermäßigte Wintertarif So lange wie möglich wurde eine Erhöhung der Eintrittspreise hinausgezögert – trotz stetig steigender Kosten für Unterhalt, Material und Energie. Doch nach vier Jahren Preisstabilität wurde eine Tariferhöhung unumgänglich: Ab 1. März kostet der Wilhelma-Besuch für einen Erwachsenen im Normaltarif daher 14 statt wie bisher 12 Euro, für ein Kind ab sechs Jahren 7 statt 6 Euro. Einen um ca. 30 Prozent ermäßigten Tarif können die Besucher auch künftig in der Hauptsaison abends ab 16 Uhr und im Winter ganztägig nutzen: Bis Ende Februar gilt dabei noch der bisherige Wintertarif, ab 1. März zahlt ein Erwachsener dann 10 statt 8 Euro, ein Kind 5 statt bislang 4 Euro. „Auch wenn wir unseren Besuchern diesen Preisanstieg nicht ersparen können“, sagt Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch, „so gehören wir doch weiterhin zu den preisgünstigen unter den vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland.“ Bei diesen reichen die Preise derzeit von relativ günstigen 12 Euro pro Erwachsenem im Münchener Tierpark Hellabrunn über 17 Euro im Leipziger Zoo bis hin zu 23 Euro in Hannover. Kostet der Aquariumsbesuch extra, wie bei Hagenbeck in Hamburg, werden pro Kombi-Ticket sogar bis zu 30 Euro fällig. Familienfreundlich sind in der Wilhelma zudem die ermäßigten Tarife: Sie gelten erst für Kinder ab sechs Jahren und bei Schülern und Studenten sogar bis 28 Jahre – in anderen Zoos zahlen Kinder meist früher, Schüler und Studenten oft eigene Tarife.
Um nur rund 5,7 Prozent steigt der Preis für treue Stammbesucher mit Jahreskarten: Sie kosten künftig 55 statt 52 Euro, für Schüler und Studenten 28 statt 26 Euro, der Preis für eine zusätzliche Kinder-Jahreskarte kostet weiterhin nur 15 Euro. Bei Jahreskarten für Rentner, Schwerbehinderte und Partner steigen die Preise auf Forderung des Landesrechnungshofs dagegen stärker: um 25 Prozent von 32 auf 40 Euro. Auf eine Tageskarte zum Normaltarif erhält zudem wie bislang jeder Erwachsene einen „Bonus“ von einem Euro – bei Kindern sind es 50 Cent –, der umweltfreundlich mit einem Tagesticket des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) unterwegs ist und dieses an der Wilhelma-Kasse vorlegt.

Quelle: PM Wilhelma Stuttgart