Doppelter Nachwuchs im Zoo Osnabrück

Nuru circa eine Stunde nach der Geburt: Er steht bereits! Mutter Diana leckt ihn trocken. – Foto: Zoo Osnabrück / Lisa Josef

Giraffenkuh Diana brachte am frühen Morgen ihren Sohn Nuru auf die Welt. „Als ich um kurz vor Acht in den Stall kam, lag der Kleine noch ganz nass im Stroh“, berichtet Tierpflegerin Stephanie Batz. „Die Geburt muss also kurz vorher stattgefunden haben.“ Beide Tiere sind wohlauf. Für Diana war es die sechste und auch letzte Geburt – mit 24 Jahren ist sie für eine weitere Zucht zu alt. Nuru ist zwar trotz seiner 1 Meter 60 ein eher kleines Giraffenbaby, zeigt aber starken Willen: „Schon nach kurzer Zeit versuchte
er beharrlich aufzustehen. Zunächst hatte er noch Schwierigkeiten, seine langen, staksigen Beine in die richtige Position zu bringen. Aber ziemlich schnell hatte er den Dreh raus und suchte nach dem Euter seiner Mutter“, erzählt Batz. Nurus Vater, der 14-jährige Edgar, reckte währenddessen seinen langen Hals über die Stallwand und beäugte neugierig die ersten Aktivitäten seines Sprösslings. Auch die anderen Giraffen, Dubaku, Nanji, Ursula und Manja, lugten immer wieder herüber und warteten gespannt darauf, ihr neues Familienmitglied begrüßen zu dürfen.

Am Mittag Nachwuchs bei den Dromedaren
Am selben Tag um 13 Uhr gab es auch im Kamelrevier Grund zur Freude: Dromedar Kathi gebar nach dreizehn Monaten Tragzeit ein Dromedarmädchen. „Nach der traurigen Totgeburt 2011 zaubert uns die Kleine heute ein Lächeln ins Gesicht, deshalb haben wir sie ‚Basimah’ genannt. Das ist arabisch und bedeutet ‚ein Lächeln’“, freut sich Marcel Köck, Tierpfleger im Kamelrevier. Für Kathi war es bereits die siebte Schwangerschaft. Mutter und Tochter haben alles gut überstanden, auch wenn Mutter Kathi nach der Geburt noch eine Calcium-Spritze vom Tierarzt verordnet bekam. Inzwischen ist Basimah schon sehr fidel und probiert auf ihren langen Beinen kleine Galoppsprünge im Stall aus.

Beide Jungtiere können die Besucher mit etwas Glück am Wochenende sehen. Nuru ist zurzeit mit seiner Mutter Diana im mittleren Innengehege; wenn er nicht gerade zusammengekuschelt im Stroh schläft, können Besucher sein helles Köpfchen sehen.

Quelle: PM Zoo Osnabrück