Drei neue Vietnam-Sikahirsche besiedeln das Asiatische Tal im Neunkircher Zoo

Foto: Neunkircher Zoo/Wolfgang Krajewski

Foto: Neunkircher Zoo/Wolfgang Krajewski

Im Neunkircher Zoo entstand in Eigenleistung im unteren Zooteil eine über 5.000 Quadratmeter große und sehr naturnahe Anlage für verschiedene Tierarten aus Asien, das so genannte Asiatische Tal. Als ganz neue Tierart zog dort vor ein paar Monaten eine Gruppe Hirschziegenantilopen ein.

Kürzlich trafen auch als arteigene Gesellschaft für das letzte Weibchen der bereits seit 15 Jahren im Zoo der Kreisstadt Neunkirchen gehaltenen Vietnam-Sikahirsche drei weitere Weibchen ein. Diese wurden erst im letzten Jahr im tschechischen Zoo Usti nad Labem geboren und zogen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), das vom Zoo Ostrava in Tschechien koordiniert wird, nach Neunkirchen. Diese Hirschart ist in Südostasien durch Bejagung, auch für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), und Lebensraumzerstörung höchstwahrscheinlich ausgerottet und damit vom Aussterben bedroht. Restbestände gibt es nur noch in drei vietnamesischen Nationalparks und wenigen zoologischen europäischen und nordamerikanischen Einrichtungen. Deswegen wird auch noch zukünftig ein Hirschbock aus einem anderen deutschen Zoo eintreffen, um zum Arterhalt beizutragen, denn der Neunkircher Zoo hofft auch auf zahlreichen Nachwuchs.

Erwachsene Vietnam-Sikahirsche erreichen eine Körperlänge von 140 cm und ein Gewicht bis 80 Kilogramm. Der Name „Shika“ ist japanisch und bedeutet übersetzt „Hirsch“. Die Vietnam-Sikahirsche sehen den sehr bekannten Damhirschen mit ihrem weißem kräftigen Punktemuster auf dem Fell ähnlich.

Quelle: PM Neunkircher Zoo