Drei Nimmersatt-Störche im Luisenpark Mannheim geboren

Drei putzige Kollegen der Nimmersatt-Störche sind im Oktober im Luisenpark in Mannheim zur Welt gekommen. Derzeit sind die noch ziemlich grau und flauschig und für Besucher im Jungtier-Aufzuchtraum gegenüber dem Pinguingehege zu sehen. Der Grund für die Handaufzucht ist die kalte Witterung. „Die Eltern wärmen Ihre Jungen ab einer bestimmten Größe nicht mehr. Daher war uns das Risiko des Unterkühlens bzw. Erfrierens der Jungtiere zu groß“, begründet Zoologin Christine Krämer die Entscheidung. Im Aufzuchtraum wachsen die drei nun sicher bis zum Frühling auf und dürfen dann in die große Voliere zu den Elterntieren.

Adebar aus Afrika
Eigentlich lebt der Nimmersatt-Storch in den Sumpfgebieten Afrikas. Hier sind die Wasserflächen, in denen er auf Nahrungssuche geht, seicht und mit seinem langen Schnabel lässt es sich ausgezeichnet auf Nahrungssuche gehen. Dabei ist es immer schön warm. Damit es dem Exoten unter den Störchen auch in seiner Wahlheimat Mannheim nicht zu kalt wird, hat das Tierpflegerteam des Luisenparks Vorsorge getroffen: Mit Wärmelampen – denn auch die erwachsenen Nimmersatt-Störche können sich im beheizten Innengehege bei Bedarf aufwärmen.

Ausgezeichneter Jäger
Was den Nestbau angeht ist diese Storchenart eher antriebsarm: Der „Nimmersatt“ besetzt gerne auch mal andere Nester und hübscht diese mit frischen Nistmaterial ein wenig auf, statt ein eigenes Nest zu bauen. Der schöne Nimmersatt ist also kein großer Konstrukteur sondern eher Minimalist. Dazu ist er mit einigen Features ausgestattet, von denen andere nur träumen: Sein Schnabel etwa ist an der Spitze mit Tastsinneszellen ausgestattet, die ihn bei Berührung mit einem Beutetier innerhalb weniger Millisekunden reflexartig zuschnappen lassen. Sein Geschmack ist breit gefächert: Er liebt Fische, Amphibien, Reptilien, Insekten, aber auch kleine Vögel und Säugetiere. Für sie alle gilt: Abhauen schwierig bis zwecklos!

Gelb-weiß-rot
Wenn die drei Nimmersatte aus dem Luisenpark groß sind, verändern sie ihr Aussehen nahezu komplett. Aus dem grauen Jungtiergefieder wird ein strahlend weißes Federkleid. Damit ähneln sie zumindest am Körper dem Weißstorch. Der Vorderkopf des Vogels weist allerdings einen breiten roten Längsstreifen auf. Sein Schnabel ist dabei knallgelb, was dem Storch zusätzlich einen markanten Auftritt gewährt. À propos Schnabel: Der steht ziemlich oft ziemlich offen, zumindest bei der Beutesuche! Und damit ist auch die Namensgebung dieser schillernden Storchart erklärt: Mund auf, Nimmersatt!

Quelle: PM Stadtpark Mannheim gemeinnützige GmbH