Dreifacher Löwennachwuchs im Zoo Basel

Foto: Zoo Basel

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Im Zoo Basel hat es Löwennachwuchs gegeben. Die drei noch namenlosen Jungen sind am 28. Mai und 15. Juni hinter den Kulissen zur Welt gekommen. Zuerst gebar Okoa (13) zwei Welpen, zwei Wochen später bekam auch Uma (11) ein Junges. Die beiden Mütter haben ihre Jungen in derselben Wurfbox geboren und betreuen sie auch gemeinsam. Der Bestand an Löwen in der Natur ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Die Europäischen Zoos haben deshalb ein Zuchtprogramm ins Leben gerufen, an dem der Zoo Basel teilnimmt. Ausserdem unterstützt der Zoo Basel ein Projekt zum Schutz von Löwen in Kenia.

Wie es auch in der Natur üblich ist, haben die beiden Löwenmütter ihre Jungen innerhalb weniger Tage geboren und sorgen nun gemeinsam für die drei Welpen. Vater der Löwenkinder ist Mbali (13), der sich bereits bei den früheren Würfen als freundlicher und verspielter Vater erwiesen hat. Die älteren Jungen machen nun regelmässig kurze Ausflüge auf die Aussenanlage. An heissen Tagen werden sie voraussichtlich eher in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag den kühlen Stall verlassen. Der Innenbereich ist für die Besucher nicht einsehbar, jedoch gewährt ein Bildschirm im Haus Gamgoas Einblick in die Kinderstube der Löwen.

Basler Löwen haben gute Gene

Da der Bestand an Löwen in Afrika in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist, startete die Europäische Zoogemeinschaft (EAZA) 2012 ein Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Löwen aus den Gebieten südlich der Sahara. Die Basler Junglöwen sind aufgrund der wilden Herkunft ihrer Eltern für das Erhaltungszuchtprogramm von Interesse. Mbali, Okoa und Uma stammen aus Naturreservaten im Nordwesten Südafrikas, wo Löwen aus Namibia angesiedelt wurden. Da diese sich dort gut vermehrten, konnten Tiere an den Zoo Basel abgegeben werden.

Schwere Zeiten für die Löwen Afrikas

In der Natur haben es afrikanische Löwen schwer. Lebensraumverlust, Konflikte mit dem Menschen, Trophäenjagd und durch den Menschen über Haus- und Nutztiere verbreitete Krankheiten setzen dem König der Savanne stark zu. Der Zoo Basel unterstützt deshalb die „Big Life Foundation“, die sich sich im Amboseli-Tsavo Ökosystem in Kenia für den Schutz der Löwen einsetzt. Die dort ansässigen Massai erhalten eine Abgeltung, wenn ihr Vieh von Löwen oder anderen Raubtieren angegriffen wurde. Ausserdem unterstützt die „Big Life Foundation“ die jungen Massai-Krieger bei den Massai Olympics, einer Alternative zur traditionellen Löwenjagd.

Quelle: PM Zoo Basel