Ein gutes Zoojahr für den Zoo Osnabrück – 1 Million Besucher

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Der Zoo Osnabrück freut sich über eine positive Jahresbilanz 2014. Knapp über eine Million Besucher kamen in den Zoo und diese waren auch sehr zufrieden mit ihrem Zoobesuch.

„Für uns war das gute Jahr 2014 doppelt wichtig. Da wir uns so gut wie selbst finanzieren, sind die Eintrittsentgelte generell überlebenswichtig. Hinzu kam, dass wir 2013 aufgrund des schlechten Zoowetters auch einen Verlust von 900.000 Euro hatten“, erläuterte Zoopräsident Reinhard Sliwka bei der Vorstellung der Bilanz. In 2014 haben sich das gute Wetter und der neue Tigertempelgarten in Kombination mit einer guten Marketingstrategie sehr positiv auf die Besucherzahlen ausgewirkt und für rund 1.003.000
Besucher gesorgt (2013: 935.000). Einen großen Anteil machen dabei die Jahreskartenbesitzer aus, wie Zoogeschäftsführer Andreas Busemann berichtete: „Unsere Familienjahreskarte ist mit 99 Euro für die gesamte Familie sehr günstig und rentiert sich meistens nach dem zweiten oder dritten Zoobesuch. Und so sind inzwischen über die Hälfte der Zoobesucher Jahreskartenbesitzer, die den Zoo im Durchschnitt fünf Mal jährlich mit ihrer Familie besuchen.“ Rund 20.000 Jahreskarten verkaufte der Zoo 2014, hinzu kommen 2.000 Vereinsmitglieder, die ebenfalls Jahreskarten erhalten. Im Bereich Spenden und Sponsoring schlugen zwei größere Erbschaften mit insgesamt 280.000 Euro sowie ein Anstieg der Sponsoren von 150 auf rund 175
mit insgesamt 900.000 Euro Sponsoringvolumen und 485.000 Euro Spendenaufkommen zu Buche. Der Zoo konnte damit in 2014 einen Cash-Flow (Mittelzufluss) von circa 900.000 Euro verzeichnen und so nach Abschreibungen schwarze Zahlen schreiben.

Weiterhin zufriedene Besucher
Der Zoo freut sich nicht nur über die eine Million Besucher, sondern auch über zufriedene Besucher. Seit 2010 führt der Zoo mit seinem Partner der buw Unternehmensgruppe Besucherbefragungen durch. Die Ergebnisse nutzt der Zoo für eine kontinuierliche Verbesserung des Angebots im Sinne seiner Kunden.
2014 wurden 786 ausgefüllte Fragebogen ausgewertet. Mit 89,2 Prozent zufriedener oder sehr zufriedener Kunden konnte der Zoo sein gutes Ergebnis aus 2013 bestätigen (89,1 Prozent). „Als Zoo, der sich durch
Eintrittsentgelte finanziert, müssen wir natürlich auch auf unsere Kundenwünsche achten. Das zahlt sich aus: Vor wenigen Jahren hatten wir noch eine Nettoweiterempfehlungsrate von 65 Punkten, was bereits sehr gut ist. Inzwischen beträgt die Rate 88,7, weil wir viele Hinweise umgesetzt haben“, freut sich Busemann. So habe man das gute Ergebnis ausbauen und sichern können. Den Befragten gefallen insbesondere die Anzahl der Tierarten, die Gestaltung der Anlagen und die Naturbelassenheit. Auch mit der neuen Anlage
„Angkor Wat“ sind 78 Prozent der Besucher zufrieden und loben die originelle Idee, die Tiernähe, das Streichelland und die realistische Gestaltung.

Die in den letzten Jahren von 600.000 (2003) auf eine Million (2014) stark gestiegenen Besucherzahlen belegen auch, dass der Zoo inzwischen ein attraktives Ausflugsziel ist: Der Zoo konnte dank ausgefeilter Marketingstrategien und neuer, moderner Tierwelten zusätzliche Besucher aus weiter entfernten Regionen gewinnen. Der Anteil regionaler und überregionaler Besucher machte 2014 66,8 Prozent aus, 33,2 Prozent kommen aus dem Osnabrücker Land. Dabei sind ein Viertel der Besucher zum ersten Mal im Zoo Osnabrück, drei Viertel kennen ihn bereits. Somit hat der Zoo eine starke Basis an Mehrfachbesuchern und kann zusätzlich Erstbesucher aktivieren.

Ausblick: nordamerikanische Tierwelt

Die Befragung zeigt: Der Zoo hat durch laufende Verbesserungen fast alle seiner selbst gesteckten Ziele erreicht. Nur im Bereich der Tierhaltung, die den Besuchern am wichtigsten ist, noch nicht ganz. Dafür muss der Zoo nun allerdings mehr Geld in die Hand nehmen. „In der Tierhaltung gibt es einige wenige letzte Schwachstellen, die auch nicht mit kleineren Maßnahmen behoben werden können. Da setzen wir mit Nordamerika an.“ Zwar starten 2015 zunächst die Umbauarbeiten für das Menschenaffenhaus, allerdings werden parallel bereits die Pläne für die neue nordische Tierwelt konkretisiert. „Im Bereich der Vogelvolieren und Kamelanlagen möchten wir nordamerikanische Tiere wie Bisons, Schwarzbären oder Berglöwen zeigen – in naturnahen, großzügigen Gehegen und mit Erlebnischarakter“, berichtet Busemann. Den Biber in einem unterirdischen Claim entdecken, von einem Fort aus Timberwölfe beobachten oder ein Apachenkletterpfad erklimmen – spannende Inszenierungen und schöne Tierbeobachtungen sollen hier ab 2018 Hand in Hand gehen mit artgerechter Tierhaltung. Erste Gespräche zur Finanzierung mit der Stadt Osnabrück und dem niedersächsischen Innenministerium würden die Umsetzung bis 2018 realistisch erscheinen lassen, so Busemann.

Ein weiteres Großereignis ist ebenfalls bereits in Planung: 2016 feiert der Zoo Osnabrück seinen 80. Geburtstag. Im gleichen Jahr soll auch das Menschenaffenhaus eröffnet werden, mit dem der Zoo zurzeit noch Spenden im Rahmen der Aktion „Wir für Buschi“ sammelt.

Quelle: PM Zoo Osnabrück