Ein Stück Afrika in der Wilhelma – Neue Pflanzenausstellung eröffnet

Afrika-Schau - Foto: Wilhelma

Afrika-Schau – Foto: Wilhelma

Ein Stück Afrika in der Wilhelma:
Vom Regenwald bis in die Wüste –
Afrikas Landschaften und ihre Flora

Eines der historischen Gewächshäuser der Wilhelma hat sich während der letzten Wochen in ein Stück Afrika verwandelt – nicht von Zauberhand natürlich, sondern dank fleißiger Gärtnerhände. Die neue Ausstellung bietet Schaufenster in verschiedene afrikanische Landschaften und deren typische Pflanzenwelt. Die botanische Afrika-Schau wird künftig im Wechsel mit der Australienausstellung, die 2012 erstmals für die Besucher gestaltet wurde, zu sehen sein und dauert dieses Jahr bis etwa Mitte September.

In der neuen Afrikaausstellung der Wilhelma durchwandert der Besucher die verschiedensten Landschaften, Klima- und Vegetationszonen des afrikanischen Kontinents quasi vom Landesinneren bis an die Küsten. Vom Wintergarten kommend findet er sich zunächst im Regenwald und Hochland Afrikas wieder, mit seiner üppigen, tiefgrünen Vegetation, darunter Ficus-Arten, Lobelien, Geweihfarne, baumsiedelnde Epiphyten oder farbenfrohes Springkraut am Urwaldboden. An Spalieren, die das Gärtnerteam selbst geflochten hat, wachsen überdies ein paar tropische Nutzpflanzen empor, darunter Hirse, tropische Gurken- und Bohnenarten. Ein Stück weiter und der Besucher sieht plötzlich kleine Ausschnitte offener Savannen und Wüsten vor sich liegen, die von fleischigen Sukkulenten und dornigen Kakteen dominiert werden. Eine heideartige Küstenlandschaft, wie sie vor allem im Südwesten Südafrikas vorkommt, beherbergt die artenreiche und vielfach endemische Fynbos-Vegetation mit vorwiegend niedrig wachsenden Pflanzen, die zur Regenzeit – und derzeit auch in der Wilhelma – reichlich blühen. Der aus dem Niederländischen stammende Name Fynbos bedeutet übrigens so viel wie „Feingliedriges Gebüsch“. Abgerundet wird die Ausstellung durch typische Pflanzen aus den Trockenregionen der Insel Madagaskar und, im direkten Kontrast dazu, aus südafrikanischen Feuchtgebieten, darunter Fleischfressende Pflanzen wie der Kap-Sonnentau.

Schon jetzt lässt sich ein Teil dieser Ausstellung, vor allem Regenwald und Hochland, wie gewohnt auf festen Pfaden durchwandern. Da das angrenzende Fuchsienhaus derzeit aber wegen einer Komplettsanierung geschlossen ist und die schmalen Besucherwege durch die Afrika-Schau nur als Einbahnstraße funktionieren, ist der zweite Ausstellungsteil noch nicht zugänglich, um Gegenverkehr mit „Staus“ zu vermeiden. Die Besucher verlassen das Haus etwa in der Mitte deshalb vorübergehend durch einen eigens eingerichteten Seitenausgang, von wo aus sie noch einen schönen Überblick über die Savannen, Wüsten und den blühenden Fynbos erhalten. Da der Seitenausgang nicht barrierefrei ist, können Personen mit Kinderwägen und Rollstühlen die Ausstellung leider erst ab Anfang Juni besuchen. Dann sollen, sofern die Witterungsverhältnisse den Fortgang der Sanierung nicht verzögern, beide Häuser wieder uneingeschränkt für die Besucher offen stehen.

Quelle: PM Wilhelma