Eine Backstage-Tour durch den Erlebniszoo Hannover

Über dem Flusspferd-Innenbecken Erlebniszoo - Foto: Zoo Hannover

Über dem Flusspferd-Innenbecken Erlebniszoo – Foto: Zoo Hannover

2015 ist für den Erlebnis-Zoo Hannover ein ganz besonderes Jahr: Am 4. Mai 2015 wurde der Zoo 150 Jahre alt. Das Jubiläum feiert der Erlebnis-Zoo mit einem bunten Programm von Mai bis Oktober. Am 26. Mai hieß es „Zoo-Backstage“!

Wohin führt eigentlich die Treppe neben dem Flusspferdhaus, wie sieht es in der Zoo-Werkstatt aus, wo wird die Gastronomie Herr über Teller und Tassen, wenn 10.000 Gäste im Park sind, wie ist ein Elefantenstall aufgebaut, wo wird das Futter für die Tiere gelagert? Beim großen Zoo-Backstage stellte das Team des Erlebnis-Zoo an insgesamt 25 Stationen vor, welche Arbeitsbereiche es im Erlebnis-Zoo gibt und welche aufwändige Technik für den Zoo-Alltag benötigt wird.

Tief unter dem Stall der Flusspferde zum Beispiel verbirgt sich die Wasseraufbereitungsanlage für die Themenwelt Sambesi. Es blubbert und zischt in riesige Kesseln und Rohren. Hier unten wird dafür gesorgt, dass die Flusspferde in klarem Wasser spazieren und durch die großen Panoramascheiben gut zu sehen sind (wobei deutlich wird, dass sie nicht schwimmen, sondern sich vom Boden abstoßen). Pro Stunde werden 500 m³ Wasser gereinigt. Die mechanische Grobreinigung, erfuhren die Besucher, erfolgt über eine Siebtrommelanlage. Danach durchläuft das Wasser eine Mehrschicht-Kies-Filteranlage. Eine Ozonanlage dient zur Desinfektion und Algenbekämpfung. Das gereinigte Wasser wird wieder in die Becken eingespeist und entsprechend der benötigten Temperatur auf 18-20 Grad erwärmt.

Auf dem Wirtschaftshof wurde die gesamte Maschinenflotte der Gärtnerei von Kettenbagger über Radlader, Minibagger bis zur Hebebühne nebst den vielfältigen Aufgaben der Abteilung vorgestellt, die von Gehege-Umbau und -Neubau, Baumkontrolle, Wege- und Tiefbau, Neupflanzungen und Gartenpflege bis hin zu Reinigungsarbeiten, Winterdienst, Thematisierung und Unterstützung bei Tiertransporten reicht.

Ein Blick in die Zoo-Werkstatt zeigte, dass die Techniker, Schlosser und Elektriker des Erlebnis-Zoo vom defekten Zaun bis zur kaputten Kaffeemaschine alles reparieren. Ob eine UV-Lampe bei den Faultiere nicht funktioniert oder defekte Endlagenschalter eine Wasserpumpe stilllegen – Team Technik richtet es.

In der Yukon Market Hall bekamen die Gäste einen Einblick in den Backgroundbereich eines gastronomischen Betriebes. Was ist ein Kühllager, wie viel fasst eine große gewerbliche Spülanlage, wie sieht die Vorbereitungsküche aus? Ausführlich schilderten die Mitarbeiter in der Yukon Market Hall und im Gasthaus Meyer alle Arbeitsabläufe und verrieten Daten und Fakten zur gesamten Zoo-Gastronomie.

Bei den spannenden Führungen hinter die Kulissen verrieten die Scouts, was ein zoologischer „Koffer“ im Gegensatz zu einem „Vorgehege“ ist, dass sich die Größe der Boxen in den Stallungen durch Schiebeanlagen verändern lässt, warum Stall-Heizungen oft weit oben angebracht sind, wo der Gang für die Flusspferde zum Außengehege ist und wie die massiven Tore bewegt werden, wie viele Kühlräume es im Futtermagazin für Obst und Fleisch gibt und wo der Futtermeister die köstlichen Torten für die Tiergeburtstage kreiert, warum Sirup, Ketchup und Lebertran in der Küche der Eisbären stehen und wieso der Boden im Elefantenstall besonders weich ist.

Die Besucher konnten Blicke in die Futterküche im Urwaldhaus, das Schlafzimmer der Wombat, die Stallungen von Nashörnern, Flusspferden, Bisons, Straußen, Hulman-Languren, Elefanten und Kängurus werfen und sich nicht zuletzt ausgiebig über alle Berufe und Ausbildungsplatzangebote im Erlebnis-Zoo informieren. Insgesamt sorgen nämlich 331 Mitarbeiter (w/m, umgerechnet auf Vollzeitstellen) in den Arbeitsfeldern Zoologie, Technik, Gastronomie, Marketing, Merchandising, Vertrieb, Verwaltung für den rundum gelungenen Zootag. Es gibt weibliche und männliche Köche, Kassierer, Verkäufer, Tierpfleger, Biologen und Zoologen, Tierärzte, Juristen, Diplom-Betriebswirte, Servicekräfte, Reinigungsspezialisten, Restaurantfachkräfte, Gärtner, Architekten, Elektriker, die sich alle um das Wohl von den rund 2.000 tierischen Kollegen von A wie Ameise bis Z wie Zebra und das Wohl der über 1,3 Millionen Besucher jährlich kümmern.

Quelle: PM Erlebnis-Zoo Hannover