Eisvogel und Wasserralle – seltene Gäste im Zoo Basel

Eisvogel – Foto: Zoo Basel

Eisvogel und Wasserralle – seltene Gäste im Zoo Basel

Wer beim Flamingoweiher glaubt, ein Ferkel quieken zu hören, sollte genau hinschauen. Es ist kein Schweinchen, sondern die scheue Wasserralle, die sich dort im Schilf versteckt. Mit dem Eisvogel ist ein weiterer seltener Gast zurzeit im Zoo Basel anzutreffen, er sitzt am liebsten am Kormoranweiher und lauert auf Beute. Aufgrund der naturnah gestalteten Flächen zwischen den Anlagen gefällt es den tierischen Gästen im Zoo Basel besonders gut.

Sucht man im Zoo Basel nach dem Eisvogel, lohnt es sich, auf seine Ohren zu vertrauen. Trotz seiner auffälligen Schillerfarben hört man ihn oft zuerst, bevor man ihn sieht. Gerne sitzt er lange still auf einem niedrig über dem Wasser hängenden Ast und hält nach Leckerbissen Ausschau. Der einzelgängerische Vogel frisst gerne Fische, Wasserinsekten und Kaulquappen. Im Zoo Basel kann man ihn mit etwas Glück beim Fischen beobachten. Kopfüber stürzt er sich ins Wasser, fliegt mit seiner Beute auf einen Baum, schlägt den Fisch auf einen Ast und verschluckt ihn Kopf voran. Die Knochen würgt er ein bis zwei Stunden nach der Mahlzeit als Gewölle aus.

Für einen anderen seltenen Gast braucht es ebenfalls ein geübtes Auge: Die Wasserralle lebt gern versteckt im Schilf, vor allem ihre Rufe verraten ihre Anwesenheit. Wenn die Flamingos gefüttert werden, wagt sie sich ab und zu aus dem Dickicht hervor und versteckt sich dann schnell wieder. Die Wasserralle lauert am Rand des Gewässers auf Kaulquappen, Wasserinsekten und deren Larven. Auch Würmer und Schnecken pult sie aus schnabeltiefem Schlamm. Gesichtet wird sie meist nahe dem Flamingoweiher. Sie zieht aber im ganzen Zoo herum und ist auch schon bei den Nashörnern, vor der Löwenanlage und bei den Pelikanen aufgetaucht. Den Eisvogel trifft man ausser beim Kormoranweiher vor dem Vivarium immer wieder an den Gewässern bei den Somali-Wildeseln, den Bisons und den Wildschweinen an.

Neben der Wasserralle und dem Eisvogel leben viele weitere Gäste frei im Zoo Basel, wie das Buch „Vielfalt zwischen den Gehegen – Wildlebende Tiere und Pflanzen im Zoo Basel“ aus dem Jahr 2008 dokumentiert. Die Artenvielfalt zwischen den Gehegen im Zoo Basel ist sehr hoch. 3110 Kleintier- und Pflanzenarten wurden damals nachge-wiesen. Mit den naturnah gestalteten Flächen, welche die einzelnen Anlagen von den Besuchern trennen, bietet der Zoo vielfältige Lebensräume für wildlebende Kleintiere und Pflanzen an.

Quelle: PM Zoo Basel