Elefant des Osnabrücker Zoos bekommt ein Lied gewidmet

Foto: Zoo Osnabrück

Luca singt für Luka
Der erste Pop-Song, der für einen Elefanten geschrieben wurde

Inspiriert von der bewegenden Geschichte des Elefantenbullen Luka im Zoo Osnabrück hat die Berliner Musikerin Luca einen Song geschrieben – für Luka. „Wenn mein Elefant tanzt“ wird am 7.9.2013 als Download auf dem Internet-Portal Noisetrade erscheinen. Der Song kann kostenlos oder wahlweise gegen eine Spende für ein Elefantenschutzprojekt herunter geladen werden.
Luca, die Berliner Musikerin mit Osnabrücker Wurzeln, beschreibt in ihrem Song „Wenn mein Elefant tanzt“ beide Gefühlswelten ihres Namensvetters – ein sanfter Riese und mächtiger Elefantenbulle, wenn die Umstände jeweils entsprechend sind. Sie ist der Überzeugung, dass jeder von uns einen Elefanten in sich trägt, der, wenn er ins Tanzen kommt und zufällig im emotionalen Porzellanladen steht, auch ordentlich viel zerstören kann. Mit einem Augenzwinkern und viel Lebensfreude erzählt sie von der liebevollen Freundschaft zu ihrem „inneren Elefanten“, der zwar nicht immer berechenbar ist, mit dem man aber die verrücktesten Abenteuer erleben kann. Luca geht es in ihrer Aussage vor allem darum, auch mal über sich selbst zu schmunzeln und sich anzunehmen, mit all den kleinen Fehlern und Missgeschicken, die uns im Alltag begleiten.

Kostenloser Download
Den Song „Wenn mein Elefant tanzt“, vermutlich der erste Pop-Song, der je für einen Elefanten geschrieben wurde, und das dazu gehörende Video hat Luca im Alleingang in ihrem Berliner Studio produziert. Ein Spät-Sommer-Geschenk, das sie als kostenlosen Download in die Welt schickt, mit der Hoffnung, dass es weiter getragen wird und Freude verbreitet. „Mein Song soll den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und vielleicht auch den ein oder anderen das Tanzbein schwingen lassen. Er soll Mut machen, sich selbst treu zu bleiben, immer wieder aufzustehen und sich nicht unterkriegen zu lassen, auch wenn andere ungerecht sind“, sagt die junge Musikerin und fährt fort: „Elefanten sind ein wunderschönes Beispiel für die Ambivalenz zwischen Stärke und Sensibilität. Qualitäten, die einerseits so verschieden und am Ende vielleicht doch ein und dasselbe sind. Ich würde mich freuen, wenn ein bisschen Geld zusammen kommt, um engagierten Menschen zu helfen, diese faszinierende Tierart zu schützen und zu bewahren.“

Spende für die „International Elephant Foundation“
Wer für den Song eine Spende überweist, unterstützt damit die Organisation „International Elephant Foundation“. Sie setzt sich mit Bildungsprogrammen sowie Schutzprojekten vor Ort für die Erhaltung von Asiatischen und Afrikanischen Elefanten ein. Zooehrenpräsident Reinhard Coppenrath freut sich, dass die junge Musikerin Luca mit ihrem Song hilft, Verständnis für den Dickhäuter und seine Artgenossen zu wecken: „Wir sind eine Familieneinrichtung und da Luca Lieder für die ganze Familie schreibt, finden wir es toll, dass sie unseren Luka und sein Verhalten auf diesem Wege erklärt. So können jung und alt mit viel Spaß verstehen, was es mit Elefantenbullen auf sich hat.“ Und tatsächlich gäbe es ja so manche Parallelen zwischen Menschen und Tieren, die helfen, beide besser zu verstehen, schmunzelt Coppenrath.

Luka im Zoo Osnabrück
Elefantenbulle Luka, der Ende Juni 2013 in den Zoo Osnabrück zog, hat eine bewegte Vergangenheit. Im Zoo Osnabrück macht der mit 3,15 Metern größte Elefantenbulle Deutschlands einen ausgeglichenen Eindruck, wie der Osnabrücker Elefantenrevierleiter Detlef Niebler erklärt: „Sowohl in seinem letzten Zuhause in Spanien als auch hier bei uns zeigt er sich vollkommen friedlich. Man muss Elefantenbullen respektvoll begegnen und ihnen ihren Freiraum lassen – dann respektieren sie auch den Menschen.“ Der Zoo Osnabrück setzt seit langem die sogenannte Hands-off-Haltung um, bei der kein direkter Kontakt zum Elefanten stattfindet und die Tiere möglichst selbstbestimmt leben. Nur für medizinische Untersuchungen oder zur Körperpflege führen die Tierpfleger geschützt durch das Gitter ein minimales Training durch. „Die ersten Monate haben gezeigt, dass Luka sich in Osnabrück sehr wohl fühlt. Er ist ruhig, entspannt und gegenüber seinen Artgenossen und auch unserem Team gegenüber bei Körperpflege an den Kontaktbereichen sehr sanftmütig. Und es ist toll, wie er mit den vier Jungbullen umgeht und sie bestimmt, aber ohne Aggressionen, erzieht“, stellte Niebler fest. Allerdings kommen erwachsene Elefantenbullen circa einmal im Jahr in die „Musth“ (sprich: Mast). Dann produzieren sie ein Vielfaches an Testosteron und werden aggressiv. In dieser Phase benötigen sie Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten. Detlef Niebler freut sich ebenfalls über Lucas Song: „Auch wenn das Lied ja mit einem Augenzwinkern zu sehen ist, trifft der Text durchaus zu – auf das Wesen von Elefanten und von Menschen.“

Quelle: PM Zoo Osnabrück