Elefant im Tierpark Hagenbeck kurz vor Transport gestorben – Todesursache unklar

Schmuckfoto: Elefanten im Tierpark Hagenbeck – Foto: Lutz Schnier / Tierpark Hagenbeck

Diesem Tag hatten viele mit einem Knoten im Bauch entgegengesehen. Elefantenbulle Hussein (40), sollte im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms nach 25 Jahren den Tierpark Hagenbeck in Richtung Zoo Planckendael, Belgien, verlassen. Der Grund: Seine hier geborenen Töchter sind mittlerweile in einem Alter, in dem sie gedeckt werden können. Das soll natürlich nicht der eigene Vater übernehmen. Ein schwieriger Abschied für die Elefantenpfleger, die viele Jahre mit dem schönen, und als ausgeglichen bekannten, Ausnahme-Elefanten verbracht haben. Auch die Besucher hatten den wunderbaren Dickhäuter ins Herz geschlossen. Insgesamt 14 Kälber hat Hussein bei Hagenbeck gezeugt.

Doch dann geschah bei den Vorbereitungen zum Transport das große Unglück. Alles lief ganz normal, wie bei vielen vorherigen Transporten auch. Der fünf Tonnen schwere und 2,80 Meter große Elefant war so wenig aufgeregt, wie es für ihn charakteristisch war. Doch plötzlich legte er sich in seiner Box auf den Boden. Offensichtlich litt er unter Atemnot. Obwohl die anwesenden Tierärzte sofort reagierten und Rettungsmaßnahmen einleiteten, hörte Hussein auf zu atmen und starb nach wenigen Minuten. Elefanten können auf Grund ihrer Körpermasse weder künstlich beatmet werden, noch können Herzmassagen oder andere lebensrettende Maßnahmen durchgeführt werden. Entsetzen und grenzenlose Trauer herrschen bei den Hagenbeck-Mitarbeitern angesichts dieses schrecklichen Unglücks. Zur Klärung der Todesursache wird von Elefanten-Experten sowie erfahrenen Zootier-Pathologen in den nächsten Tagen eine Sektion durchgeführt.

Quelle: PM Tierpark Hagenbeck