Elefanten-Taufe im Erlebnis-Zoo Hannover – „Silvester-Baby“ heißt Taru

Taru beim Bueffet - Foto: Erlebniszoo Hannover

Taru beim Bueffet – Foto: Erlebniszoo Hannover

Elefanten-Taufe im Erlebnis-Zoo Hannover mit kräftigem Paten
„Silvester-Baby“ heißt Taru

Bislang wurde er nur Silvester gerufen, manchmal auch scherzhaft Knaller (wenn er wieder irgendwelchen Unsinn angestellt hat). Heute bekam das am 31. Dezember 2013 im Erlebnis-Zoo Hannover geborene Elefantenbaby seinen richtigen Namen: Von jetzt an heißt der Kleine Taru.

Elefantenbaby im Kreis der Herde - Foto: Erlebnis-Zoo Hannover

Elefantenbaby im Kreis der Herde – Foto: Erlebniszoo Hannover

Den neuen Namen machte ihm sein Patenunternehmen Hannover Aviation Ground Services GmbH auf ganz besondere Weise elefantös schmackhaft. 15 Mitarbeiter formierten sich zu einer Kette und beförderten 20 schwere Kisten voller Äpfel, Salat, Bananen, Melonen, Lauch, Ananas und Heu in Windeseile auf die große Elefantenanlage im Dschungelpalast – kein Problem für die Mitarbeiter des Unternehmens, das unter anderem für die Gepäckbeförderung am Flughafen Hannover zuständig ist. Gemeinsam formierten sie aus den Zutaten vier köstliche Buchstaben, über die sich zunächst Taru und seine Mutter Manari hermachen durften, bevor der Rest der Elefantenfamilie zum Büffet geladen wurde.

Hannover Aviation Ground Services übernahm die Patenschaft für das Elefantenkind anlässlich des zehnjährigen Jubiläums im Bereich “Push-Back”, in dem Flugzeuge mit einem Gewicht zwischen 30 bis über 400 Tonnen auf dem Flughafen Hannover bewegt werden. „Die Verbindung von Kraft, Last und Arbeit sowie die Verbundenheit mit der Region Hannover und dem Erlebnis-Zoo Hannover brachten uns auf die Idee, eine Patenschaft für ein Elefantenbaby zu übernehmen“, erklärte Geschäftsführer Gero Seidler, „der Asiatische Elefant wird in seiner Heimat ja auch als ‚Arbeitstier‘ eingesetzt und ist bekannt für Kraft und Ausdauer.“

Elefantenbaby Yumi - Foto: Erlebniszoo Hannover

Elefantenbaby Yumi – Foto: Erlebniszoo Hannover

Ein Name für das perfekte Patentier wurde in einem Wettbewerb unter den Mitarbeitern gefunden. Der Name Taru setzte sich bei der Jury durch, weil er kurz und prägnant ist, die Tierpfleger ihn gut rufen können und er auch noch einem ausgewachsenen Elefantenbullen ausgezeichnet stehen wird: Der aus dem Finnischen stammende Name beutet soviel wie Mythos, Legende.

Taru ist das vierte der insgesamt fünf Elefantenbabys, die in den vergangenen 15 Monaten im Erlebnis-Zoo Hannover geboren wurden. Mit seinen Geschwistern Amithi, Malay, Sitara und Yumi bildet er die Rüsselrasselbande im Dschungelpalast.

„Wir sind sehr froh, dass Taru einen im wahrsten Sinne starken Paten gefunden hat“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff, „immerhin wiegt Taru schon jetzt 240 Kilo und bringt irgendwann das Gewicht von vier Tonnen auf die Waage – er ist dann so schwer wie ein kleines Flugzeug!“

Vom Aussterben bedroht

In freier Wildbahn gilt der Asiatische Elefant als vom Aussterben bedroht. Um die Art zu erhalten, beteiligt sich der Erlebnis-Zoo Hannover seit Jahren am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm – und das sehr erfolgreich. Mit drei Babys, zwei Einjährigen und drei Vierjährigen rüsselt in Hannover zurzeit der größte Elefantenkindergarten Europas. Nach Zoorecherchen gibt es in keinem anderen Zoo so viele Jungtiere bei den Asiatischen Elefanten. Nachwuchs ist dringend erwünscht: Durchschnittlich werden in allen europäischen Zoos zusammen nur elf Kälber pro Jahr geboren. Um den Bestand in Europa zu erhalten, müssten es jedoch mindestens 15 Kälber pro Jahr sein.

Mehr Infos zum Asiatischen Elefanten: TIERLEXIKON