Elefantenbaby im Tierpark Hagenbeck geboren

Es gibt Elefanten-Nachwuchs im Tierpark Hagenbeck. Bei jedem neugeborenen Elefantenkalb stellt sich für Elefantenpfleger Thorsten Köhrmann die Frage: Mädchen oder Junge – Püppi oder Lumpi? So lauten stets die Arbeitsnamen der kleinen Rüsseltiere bis sie ihren eigentlichen Namen bekommen. Diesmal ist es eine Püppi und zwar eine sehr fidele, wie Tierarzt Dr. Michael Flügger findet: „Das ist die Fitteste, die wir je hatten.“ Und das ist gut so, denn der 90 Zentimeter kleine Nachwuchs hat ein hohes Hindernis zu überwinden. Mutter Salvana ist die hochbeinigste der Elefantenkühe. Entsprechend weit weg ist die Milchbar und die Kleine hat ordentlich zu tun, um satt zu werden. Zwischendurch wackelt sie auf noch unsicheren Beinchen durch die Freilaufhalle und erkundet ihren neuen Lebensraum oder legt sich schlafen.

691 Tage hat es gedauert, aber die lange Wartezeit hat sich gelohnt. Am frühen Morgen des 3. Septembers brachte Elefantenkuh Salvana (21) ihre erste Tochter im Hamburger Tierpark Hagenbeck zur Welt. Die Kleine ist das zweite Kind von Salvana, das erste wurde 2012 tot geboren. Umso mehr freuen sich die Tierpfleger und die Tierärzte, dass diesmal alles gut gegangen ist. Der Vater des Neuzugangs ist der Münchner Bulle Gajendra, der von April 2013 bis März 2017 zu Gast im Hamburg war. Normalerweise dauert eine Trächtigkeit bei Elefanten 630 bis 650 Tage. Doch Salvana hat es diesmal richtig spannend gemacht. Alle Herdenmitglieder haben ein Auge auf die Lütte und unterstützen auch die frischgebackene Mutter.

Nach Halbbruder Kanja (geb. 11. Januar 2016) ist das neue Elefantenkalb der zweite Dickhäuter, der in zweiter Generation bei Hagenbeck geboren wurde. Damit ist Hagenbeck seinem Ziel – der Bildung einer verwandten Elefantenherde aus Müttern, Tanten und Kindern – wieder einen großen Schritt näher gekommen.

Im Moment ist der jüngste Dickhäuter mit Mutter, Tanten und Halbgeschwistern in der Freilaufhalle zu bewundern. Wie alle Babys braucht Püppi noch viel Schlaf. Es kann sein, dass sich Mutter und Kind in der Schlafbox aufhalten und einige Zeit nicht zu sehen sind.

Quelle: PM Tierpark Hagenbeck

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