Elefantengeburt im Kölner Zoo

Foto: Simon Pannock

Foto: Simon Pannock

Die Elefantenkuh „Shu Thu Zar“ im Kölner Zoo hat letzte Nacht ein Jungtier zur Welt gebracht. Das noch namenlose Kalb durchstreift bereits gut sichtbar und auf eigenen Beinen sein neues Revier in Riehl.

„Shu Thu Zar“ gebar inmitten des Gruppenverbands auf der Außenanlage. Möglich ist dies, da die Tiere in der mit 20.000 Quadratmetern besonders großzügigen Elefantenparkanlage immer in ihrem natürlichen Sozialverband bleiben und die Muttertiere nicht vom restlichen Herdenverband abgetrennt werden. Mutter und Jungtier können dadurch von den erfahrenen „Tanten“ unterstützt werden.

Vater des Jungtiers ist „Bindu“. Mit 3,15 Metern Schulterhöhe ist er der zweitgrößte in Europa lebende Bulle. Nach verschiedenen Zwischenstopps in England und den Niederlanden fand „Bindu“ am Rhein seine Heimat. Er ist sehr ausgeglichen und bereits stolzer Vater von „Maha Kumari“, „Khin Yadanar Min“ und „Bindi“. Mutter „Shu Thu Zar“ kam im September 2005 aus dem Zoo von Yangon, Myanmar, nach Köln. 2012 hat sie bereits die kleine Elefantendame „Bindi“ zur Welt gebracht, die sich prächtig entwickelt. Die Tragzeit von „Shu Thu Zar“ betrug 656 Tage und verlief völlig normal. Dies zeigt, dass die Pockenerkrankung vor etwa anderthalb Jahren keine negativen Auswirkungen auf die Trächtigkeit hatte.

Mit dieser Geburt ist Kölns Dickhäuterherde auf nun 14 Tiere angewachsen. Es ist schon die siebte Geburt, auf die Elefantenkurator Dr. Olaf Behlert seit 2005 zurückschauen kann. So wird es weitergehen: Behlert: „Für das kommende Jahr erwarten wir Stand heute weitere Geburten. Dies zeigt, dass unser in dieser Form europaweit vorbildliches Haltungskonzept erfolgreich ist.“

Der Elefantenpark ist trotz der Geburt während der Zoo-Öffnungszeiten (9 bis 18 Uhr) durchgängig geöffnet.

Quelle: PM Kölner Zoo