Erdmännchen-Babys in der Wilhelma

Foto: Wilhelma

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Im Afrika-Bereich der Wilhelma bekommt einer der kleinsten Bewohner im Augenblick die meiste Aufmerksamkeit: Zwischen Giraffen, Zebras und Bonobos sind die Erdmännchen die geheimen Favoriten. Ihr sechs Wochen altes Jungtier, das jetzt die ersten Ausflüge unternimmt, erfreut die großen und kleinen Besucher des Zoologisch-Botanischen Gartens. Von allen 1200 Tierarten des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart haben die Erdmännchen die meisten Paten: Mit 72 liegen sie unangefochten vor den beliebten Brillenpinguinen auf Platz zwei, für die es 25 Patenschaften von Wilhelma-Freunden gibt.

Eines der am häufigsten fotografierten Motive im Park ist „Erdmännchen macht Männchen“. Fast ständig steht auf einem hohen Stein oder Ast mindestens eine der bis zu 35 Zentimeter großen Schleichkatzen auf den Hinterbeinen. Das Wächtertier hat immer aufmerksam die Umgebung, besonders den Luftraum im Blick. Ihre größten Feinde sind Greifvögel oder für Jungtiere auch Krähen. Droht Gefahr, gibt der Wachposten schrill Laut, worauf sich die ganze Familie unter Wurzeln oder in Erdhöhlen in Sicherheit bringt. Ihre Gänge buddeln die Scharrtiere mit Ausdauer. Dafür sind sie mit ihren zu Grabschaufeln geformten Vorderpfoten gut ausgestattet. Die Savannen-Anlage wurde 2013 mit Hilfe des Fördervereins neu gestaltet und auf rund 120 Quadratmeter erweitert. Derzeit baut die Wilhelma eine neue Erdmännchen-Gruppe auf.

„Unser neues Weibchen haben wir dieses Jahr aus dem Tierpark Wittenberg bekommen, das Männchen aus dem Zoo Köln“, erklärt Kuratorin Dr. Ulrike Rademacher. Das Jungtier kam am 23. Oktober auf die Welt. Die ersten drei Wochen bleibt der nackt und blind geborene Nachwuchs in der warmen Höhle. Erst dann beginnen die Eltern, das Kleine gelegentlich mit nach draußen zu nehmen. „Bei unserem neuen Zuchtpaar hat das gut geklappt und man kann die kleine Familie jetzt auch an kalten Tagen schön an ihren Lieblingsplätzen unter den Wärmelampen beobachten“, berichtet Rademacher.

Erdmännchen sind tagaktiv, neugierig und lebhaft. Daher können die Besucher sie in der Wilhelma praktisch immer antreffen. Die kleinen Raubtiere leben in sozialen Verbänden mit 20 bis 30 Mitgliedern.

Quelle: PM Wilhelma