Erlebnis-Zoo Hannover: Neuzugang bei den Roten Riesenkängurus

Foto: Erlebnis-Zoo Hannover

Bei seinem Anblick machen die Herzen der Känguru-Damen einen Riesenhüpfer. Anton, der Neue in der Australienlandschaft Outback, ist groß, rot, muskulös und alles andere als schüchtern. Nach seiner Anreise hat er sich sofort bei seinen Mitbewohnerinnen vorgestellt, und die haben ihn nur zu gern in ihrer Nähe – die Hoffnung auf Roten Riesen-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover ist groß.

Anton (3) kam Ende Oktober aus dem Zoo Dortmund nach Hannover. Er tritt die Nachfolge von Känguru-Bock Eddy an, der die Herzen der Känguru-Damen in Hannover nicht zum Hüpfen bringen konnte und mittlerweile im Prager Zoo lebt.

Bei Anton scheinen die Weibchen hingegen zu erröten. Ruby (9), Frauke (5), Shirley (4) und Rose (2) haben dem charmanten Neuzugang bereits schöne Augen gemacht und finden ihn offensichtlich einfach riesig. Schon nach wenigen Tagen Eingewöhnungszeit gab es den ersten, aus zoologischer Sicht „ernstzunehmenden“ Kontakt zwischen ihm und den vier Weibchen.

Zuletzt gab es 2008 Nachwuchs bei den Roten Riesenkängurus. Sollte Anton einen bleibenden Eindruck hinterlassen, wäre das eine Premiere: Seine jungen Hüpfer wären nämlich die ersten kleinen Roten Riesen im Outback. Doch ob er seinen Mitbewohnerinnen schon nah genug gekommen ist, bleibt zunächst noch ein Geheimnis.

Die Tragzeit bei Kängurus beträgt etwa 33 Tage. Wenn ein Riesenkänguru geboren wird, ist es winzig: knapp zwei Zentimeter groß, blind, taub und nur 0,8 Gramm schwer! Den Weg aus der Gebärmutter in den Beutel schafft es trotzdem ganz allein. Dort angekommen, saugt es sich an einer Zitze fest und verbringt die Zeit mit schlafen und trinken. Acht Monate lang bleibt der Winzling im Beutel, der anfangs sogar wasserdicht ist. Später dehnt sich der Beutel aus, damit das Känguru-Kind genug Platz hat. Erst dann können die Tierpfleger erahnen, ob die ersten jungen Hüpfer auf dem Weg ins Outback sind, und das wäre wirklich riesig!

Quelle: PM Zoo Hannover