Erste Naturaufzucht bei Hyazintharas im Zoo Dresden

Hyazinthara 70 Tage alt. – Foto: Zoo Dresden

Das Hyazinthara-Pärchen bescherte dem Dresdner Zoo in diesem Jahr die erste erfolgreiche Naturaufzucht in der 151-jährigen Zoo-Geschichte. Die beiden Zuchtvögel, welche seit Mitte der 90’er Jahre in Dresden zusammenleben,hatten bereits früher eine Vielzahl an Brutversuchen unternommen, bei denen sie die Eier jedoch entweder frühzeitig zerbissen oder die frisch geschlüpften Ara-Küken nicht ausreichend fütterten. Aus diesem Grund wurden zwei Jungtiere mit den Namen Ferdinand (2003) und Quak (2006) von unseren Tierpflegern von Hand aufgezogen. Umso erfreulicher und für den Zoo sehr überraschend war es, dass das am 6. Juni 2012 geschlüpfte Hyazinthara-Männchen ohne Tierpfleger von den Ara-Eltern aufgezogen wurde.

Aufgrund der Vorgeschichte überwachten die Vogelpfleger die Entwicklung des Jungtiers mit regelmäßigen Gewichtskontrollen. Das Anfangsgewicht des fünf Tage alten Kükens lag bei 30 Gramm. Das charakteristisch kobaltblaue Gefieder und die leuchtend gelbe Haut um den Augen sowie am Unterschnabel entfaltet sich erst während der rund 100 Tage dauernden Nestlingszeit.
Die stark bedrohten Hyazintharas gehören mit rund einem Meter Länge zur größten Papageienart der Welt. Ihre Bestände werden durch den immer größeren Verlust der natürlichen Lebensräume in den tropischen Regenwäldern und Feuchtgebieten Mittel- und Südamerikas derzeit nur noch auf ca. 4.000 bis 5.000 Tiere geschätzt. Die Eltern und das nun ausgewachsenen Jungtier leben im Zoo hinter den Kulissen und können nicht in der großen Flugvoliere beobachtet werden.

Quelle: PM Zoo Dresden