Erstmals Löwennachwuchs im Zoopark Erfurt

Foto: Thüringer Zoopark Erfurt

Am 19. April erblickten erstmals in der 60-jährigen Geschichte des Thüringer Zooparks Erfurt zwei gesunde Löwenbabies das Licht der Welt. Der Löwe ist das Wappentier von Thüringen. „Das ist das besten Jubiläumsgeschenk für uns alle hier im Zoopark“ freut sich Sabine Merz und schließt das gesamte Team im Zoopark mit ein. „Die Freude bei uns ist riesig“ ergänzt Sabine Fuß und strahlt. „Löwen-Mutter „Bastet“ (3) hat ihrem Namen alle Ehre gemacht: „Bastet“ ist die ägyptische Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit“, erläutert Fuß den Namen der Stammhalterin im Zoopark.

Im Dezember hatte Kater „Aslam“ (4), der seit August 2018 im Zoopark lebt, „Bastet“ erfolgreich gedeckt, wie nun bewiesen ist. Die Tragzeit bei Löwen beträgt etwa 110 Tage. Bis zur Geburt konnte – da es keine Schwangerschaftstests für Löwen gibt – auch eine Scheinträchtigkeit nicht ausgeschlossen werden.

Mutter und Jungtiere sind wohlauf. Da es „Bastets“ erster Wurf ist, ist für sie alles neu. Auch für die Zooparkbelegschaft ist es ein „Erstlingswerk“ auf das alle stolz sind. Wie es sich für ein Thüringer Landeswappentier gehört, hat das erstgeborene Löwenjungtier auch einen Ehrenpaten: Die Thüringer Landesregierung – vertreten durch Ministerpräsident Bodo Ramelow. Bodo Ramelow: „Das sind wunderbare Nachrichten. Die Löwenbabies werden das Herz der Thüringerinnen und Thüringer im Sturm erobern. Unser Dank und Respekt gilt den vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zooparks.“

Sobald die Jungtiere ihre Wurfbox verlassen, wird Bodo Ramelow sein Patentier besuchen kommen. Der Thüringer Zoopark beginnt damit eine neue Partnerschaft mit dem Land Thüringen und hofft auf viele kreative Möglichkeiten der Unterstützung und Förderung, Vernetzung und Sponsorensuche aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Thüringen.

Diese für alle Thüringer wertvolle „Landes“-Einrichtung muss weiter ausgebaut werden, sei es durch den dringend benötigten Neubau der Zooschule als „Landesbildungseinrichtung“ oder die Gewinnung von Sponsoren oder Investoren für den Bau der Afrikasavanne, der Afrika-Lodge oder anderer Projekte aus dem neuen baulichen Entwicklungskonzept des Zooparks. „Der Thüringer Zoopark ist als landesweiter Anziehungspunkt ein Teil des Wirtschaftsstandortes Thüringen und leistet sicher einen wichtigen Beitrag für Thüringen und besonders Thüringer Familien“ meint Sabine Merz und hofft auf tatkräftige Unterstützung für die Entwicklung des gesamten Zooparks aus ganz Thüringen.

In der Geschichte des Zooparks wurden erstmals 1958 Löwenjungtiere der Öffentlichkeit präsentiert, jedoch keine Neugeborenen aus eigener Zucht. Sie stammten aus anderen Einrichtungen. Bisher hat nur „Bastet“ direkten Kontakt mit den Katzenwelpen. „Aslam“, Tierpfleger und auch die Zootierärztin dürfen nur kurz einen Blick aus sicherer Entfernung werfen. Für alle heißt es „Zutritt verboten“. „Bastet“ wacht streng über ihre Schützlinge. Hinter die Kulissen ins Haus dürfen derzeit nur die Raubtierpfleger, alle anderen müssen draußen bleiben. Ruhe und Schutz der Welpen haben absoluten Vorrang.

Bis die Jungtiere für Besucher zu sehen sind, werden einige Wochen vergehen. Erst allmählich werden die Jungtiere die Wurfbox erkunden und die Koordination von vier Pfoten und Beinen üben. Bilder und Videos sind ab Ostersonntag im Zoopark auf Monitoren in der Löwensavanne und im alten Elefantenhaus zu sehen. So können Besucher die Anfangsphase des Löwennachwuchses zeitnah verfolgen.

Quelle: PM Thüringer Zoopark Erfurt

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