Es soll sich wieder Nachwuchs bei den Salzburger Nashörnern einstellen

Archivbild – Foto: Zoo Salzburg

Es ist schon mehr als zwei Jahre her, dass sich das Salzburger Zooteam gleich über zweifachen Nachwuchs bei den Breitmaulnashörnern freuen konnte. Die beiden Nashorn-Mütter Tamu und Yeti haben sich rührend um ihre Jungs gekümmert. Amadou und Tayo sind zu prächtigen Jungbullen herangewachsen, die ihr Geburtsgewicht von rund 60 Kilogramm mittlerweile verzehnfacht haben. Sie sind nun nicht mehr auf die Fürsorge ihrer Mütter angewiesen.

„Tamu wird bald 12 und Yeti ist 18 Jahre alt. Die beiden sind im besten Alter, sich um weiteren Nachwuchs zu kümmern“, sagt Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Aktiver Artenschutz zählt zu den wichtigen Aufgaben des Salzburger Zoos. Eines unserer Ziele ist es, einen Beitrag für die Bestandserhaltung der Breitmaulnashörner in Menschenhand zu leisten.“

Deshalb waren auch die beiden Reproduktionsspezialisten des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo-und Wildtiere Frank Göritz und Robert Hermes wieder im Salzburger Zoo, um die beiden Breitmaulnashorn-Kühe erneut künstlich zu besamen. Auch diesmal kamen die Samen vom Salzburger Nashornbulle Athos zum Einsatz.

Grebner weiter: „Jetzt heißt es erstmal: Warten! Denn eine Trächtigkeit lässt sich vorab nur anhand einer Hormonanalyse im Kot nachweisen. Bis wir ein aussagekräftiges Ergebnis in Händen halten, müssen wir bis zu zwei Monate warten. Im Falle einer Trächtigkeit werden wir uns dann wieder in Geduld üben müssen, denn die kann bis zu 16 Monate dauern.“

Noch lange kein Aufatmen!
Obwohl die Anzahl der gewilderten Nashörner in Südafrika in der ersten Hälfte dieses Jahres – von 529 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 mit 542 Tieren – leicht rückläufig ist, ist ein Ende der illegalen Jagd noch lange nicht in Sicht. Statistisch gesehen, werden allein in Südafrika drei Breitmaulnashörner pro Tag gewildert.

Seit Jahren unterstützt der Zoo Salzburg finanziell die Arbeiten von „Save the Rhino“, einer weltweit arbeitenden Organisation, die sich für den Schutz und Erhalt der fünf Nashornarten in Afrika und Asien einsetzt: Nicht nur Schutzprogramme für die Tiere werden von Experten ausgearbeitet, sie bildet auch Ranger aus, informiert und sensibilisiert die lokale Bevölkerung, arbeitet mit NGOs und den jeweiligen Regierungen zusammen.

Quelle: PM Zoo Salzburg

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