Faultier-Nachwuchs im Zoo Dortmund

Foto: Simon Pannock

Foto: Simon Pannock

Aufmerksame Besucher können im Amazonashaus des Zoos auf Expedition gehen. Auf drei Etagen präsentiert der Zoo Dortmund einen Ausschnitt aus der Lebenswelt des Amazonas, des größten zusammenhängenden Urwaldgebietes auf der Welt.

Zu den Höhepunkten im Haus gehören neben zahlreichen Tierarten in Aquarien, Terrarien und Volieren die sogenannten Freiläufer, darunter auch Zweifingerfaultiere, die zu den Charaktertieren des tropischen Urwaldes am Amazonas gehören. Genau genommen handelt es sich hierbei um Freikletterer, da sie sich vorwiegend in den höheren Regionen der Grünpflanzung aufhalten.

Seit wenigen Tagen trägt das Faultierweibchen Lenta nun ein Jungtier mit sich. Der Zoo freut sich über den neuerlichen Zuchterfolg bei den Faultieren, die als nahe Verwandte der Großen Ameisenbären zu den Spezialitäten im Tierbestand des Zoos Dortmund gehören.

Allerdings ist das Jungtier nur schwer zu entdecken. Schon die Elterntiere Lenta und Jens Viego sind kaum im Gestrüpp zu erkennen. Faultiere bewegen sich meist sehr langsam durch das Geäst oder kuscheln sich als Fellkugel in eine Astgabel oder in einen Winkel des Tragegerüstes des Amazonashauses. Umso schwerer dürfte es sein, das Jungtier zu entdecken, das eng an Mutters Bauch geschmiegt herumgetragen wird.

Lenta wurde 1992 im Zoo Dortmund geboren. Vater Jens Viego stammt aus Guyana und ist ungefähr 13 Jahre alt. Das soeben geborene Jungtier ist das dritte gemeinsame Kind der beiden Faultiere. Das ältere, 2015 geborene Geschwistertier ist erst kürzlich in den Tiergarten Hellabrunn in München umgezogen.
Neben den Freiläufern im Amazonashaus leben auch im Tamanduahaus des Zoos Zweifingerfaultiere, die sich auch hier über einen Hangelparcours frei über den Köpfen der Besucherinnen hinweg bewegen können. Dabei ist immer wieder erstaunlich, welch hohe Geschwindigkeit die Tiere erreichen können, so dass man die Bezeichnung Faul-Tier geradezu als unpassend empfinden kann.

Quelle: PM Stadt Dortmund