Flamingo-Küken am Sambesi im Erlebnis-Zoo Hannover

Foto: Simon Pannock

Foto: Simon Pannock

Zwischen den braungefiederten Enten und den Kormoranen mit ihrem schwarzen Federn sorgen die rosafarbenen Flamingos für kräftige Farbtupfer am Ufer des Sambesi. Doch seit einigen Tagen sind kleine graue Stellen in der Rosawolke zu sehen: Die ersten Jungtiere sind geschlüpft und wirken mit ihren schwarzen Beinen, dem kurzen dunklen Schnabel und dem fluffigen Flaumgefieder wie eine ganz andere Vogelart.

Etwa 31 Tage haben die Flamingos bei Wind und Wetter auf ihren vulkanartigen Lehmnestern gebrütet. Am 30. Juli 2015 schlüpfte das erste Küken, am 06. August folgten Nummer 2 und 3, nur ein Tag später schlüpfte das vierte Küken und das Nesthäkchen hat am 11. August die Schale geknackt.

Das Federkleid der Küken bleibt zunächst hell bis grau. Für das leuchtende Rosa sorgen Farbstoffe in den Kleinstkrebsen und Algen, die die Vögel in freier Wildbahn mit ihrem besonderen Schnabel aus dem Wasser filtern. Dieser Farbstoff lagert sich langsam im Gefieder ab. Erst im Alter von drei bis vier Jahren, wenn die Jungvögel ausreichend Nahrung mit „Karotinoiden“ gefuttert haben, sind sie dann so rosa wie ihre Eltern. In Zoos ist dieser Farbstoff dem Spezialfutter beigemischt.

70 Tage lang werden die Kleinen von ihren Eltern aufgezogen. Der Schnabel der Flamingo-Küken ist fürs Fressen noch nicht voll entwickelt, erst nach 48 Tagen ist er so gekrümmt wie bei den Eltern. Bis sich die Kleinen selbst ernähren füttern die Eltern ihre Küken mit der sogenannten „Kropfmilch“, einer vorverdauten roten, milchähnlichen Flüssigkeit, die sie ihnen in den Schnabel tröpfeln. Nach ca. zehn Wochen beginnen die Jungtiere, selbständig zu fressen.

Und der Flamingo-Kindergarten könnte noch größer werden: Im Bambus nahe des Sambesi-Ufers brüten weitere Paare. Die Nester aus Schlamm und Lehm stehen dicht an dicht, denn Flamingos brüten in Kolonien.

Quelle: PM Erlebniszoo Hannover