Flauschige Federknäuel im Entdeckerhaus des Zoo Duisburg – Schleiereulen

Zoonews NewsNachdem die Art bereits früher schon im Bestand des Zoo Duisburg vertreten gewesen war, zogen zur Eröffnung des Entdeckerhauses in der Sparkassen-Erlebniswelt 2011 wieder Schleiereulen in eine nachgebildete Scheune ein. Dort können sie von den Besuchern in direkter Nachbarschaft zu drei ebenfalls dort gehaltenen Nagetierarten, die zum natürlichen Beutespektrum der Schleiereulen gehören, nämlich Ratten, Waldmäusen und Zwergmäusen, bewundert werden.

Nachdem 2013 erstmals Schleiereulen-Nachwuchs zu verzeichnen war, konnten seither jedes Jahr erfolgreiche Nachzuchten verbucht werden. Mit bisher vier Jungvögeln ist 2016 das bislang erfolgreichste Jahr. Ein weiblicher Jungvogel vom März ist aus der Scheune ausgezogen und wird in Kürze in eine andere Haltung umziehen. Drei weitere Jungvögel von Ende Juni teilen sich noch eine Weile mit ihren Eltern die Scheune und fangen langsam an, ihr langes Dunenkleid abzulegen.

Von den Nachzuchten der letzten Jahre hat der Zoo Duisburg auch zwei junge Schleiereulen für Wiederansiedlungsprojekte der Naturschutzstiftung Niederrhein zur Verfügung gestellt.

Schleiereulen gehören zu den Vogelarten mit ausgedehntesten Verbreitungsgebiet überhaupt. Sie besiedeln in 28 Unterarten alle Kontinente außer der der Antarktis. Weltweit gesehen gilt die Art als nicht gefährdet, aber in Mitteleuropa war in den letzten Jahrzehnten infolge der zunehmend industrialisierten und großräumigeren Landwirtschaft sowie das Verschwinden alter Ortskerne ein deutlicher Bestandsrückgang zu verzeichnen. Der Verlust von Feldrainen, Hecken und Streubstwiesen schränkte zunehmend ihr Nahrungsangebot ein. Zugleich sank auch die Verfügbarkeit von geeigneten Brutplätzen in alten Gebäuden wie Scheunen, Ställen und Kirchtürmen. Durch Bereitstellung von Nisthilfen und das Neuanlegen von Hecken und die Erhaltung verbliebener Streuobstwiesen wird versucht, dem entgegenzuwirken.

Quelle: PM Zoo Duisburg