Flusspferdbulle „Kavango“ verlässt den Kölner Zoo

Foto: Kölner Zoo

Wo zur Winterzeit Millionen von Deutsche zeitweilig Sonne tanken, findet er dauerhaft ein neues Zuhause: Flusspferdbulle „Kavango“ verlässt den Kölner „Hippodom“ und siedelt im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den Zoo der spanischen Stadt Carbaceno um. Der erfreuliche Grund: „Kavango“, 2002 in Köln geboren, soll die Herzen spanischer Flusspferddamen erobern und unter mediterraner Sonne für reichlich Nachwuchs sorgen. „Bei uns im Zoo ist ,Kavango´ zu einem staatlichen Bullen ausgereift. Er ist nun alt genug, um eine eigene Familie zu gründen. Wir sind uns sicher, dass ,Kavango´ als echter ,Kölsche Jung´ schnell Anschluss finden wird“, sagt Zoodirektor Theo Pagel.

Artgerechter Transport in der XXL-Box
Der Umzug findet noch in diesem Jahr statt. Die Vorbereitungen dafür starten in den kommenden Tagen. Unter anderem wird „Kavango“ behutsam an den Aufenthalt in der für den Transport nötigen XXL-Box gewöhnt. Mit großen Luftschlitzen, Extra-Stroh-Polsterung und ausreichend Platz bietet diese alles, um dem Bullen den eintägigen Transport durch eine Spezialfirma so angenehm wie möglich zu gestalten. Theo Pagel: „Die Vorbereitungen können dazu führen, dass man die Flusspferde des ,Hippodoms´ eine kurze Zeit lang nicht permanent und den ganzen Tag über sehen kann. Wir bitten alle Besucher dafür um Verständnis.“

Ganz viel Platz für Flusspferdnachwuchs
2010 hatte „Kavango“ gemeinsam mit den anderen Flusspferden des Kölner Zoos – „Albert“ (29 Jahre, Vater), „Jenny“ (22 Jahre, Mutter) und „Afro“ (15 Jahre, Tante) – die neue „Hippodom“-Anlage bezogen. Die weiträumige und für Besucher begehbare Nachbildung einer afrikanischen Flusslandschaft mit Nilpferden, Krokodilen und Antilopen ist europaweit einzigartig. Durch den Umzug „Kavangos“, der zuletzt häufiger für Unruhe und Konkurrenzverhalten innerhalb seiner Herde sorgte, ist im Hippodom Platz für Flusspferdnachwuchs. „Wie bei vielen anderen im Freiland lebenden Tierarten, mussten Tierschützer auch bei den Flusspferden leider starke Bestandsrückgänge verzeichnen. Umso bedeutender und schöner wäre es, wenn sich die Kölner schon bald über ein Flusspferd-Junges in ihrem Zoo freuen könnten“, erklärt Pagel.

Quelle: PM Kölner Zoo